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Leserbriefe

Artikel strotzt von Unterstellungen

23.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Russland stellt das Virus einfach ab“ vom 4. Juni. Es ist schon sehr erstaunlich, wie man als Journalistin in Moskau lebt und dennoch von Stadt, Land und Leuten überhaupt nichts mitbekommt. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass westliche Leitmedien immer wieder Behauptungen verbreiteten, von denen aus meiner Sicht keine einzige bis zum heutigen Tag belegt ist. Gleichgültig ob es dabei um den Abschuss von MH17 geht, von dem die Niederländer behaupteten, sie hätten 100 russische Täter namhaft gemacht (davon hört man nichts mehr), oder die Videofälschungen der angeblichen BUK400-Rampe, die samt Begleitfahrzeugen unbehelligt durch eine von der Ukraine beschossene Stadt und Kriegsgebiet gefahren sein soll, oder der Fall Skripal, die ständigen Wort-, Vertrags- und Völkerrechtsbrüche des Westens, oder dass die vielen konkreten Angebote Putins zu friedlicher Zusammenarbeit unbeantwortet blieben. In den Leitmedien tauchen sie kurz auf und verschwinden dann für immer. Nur eines wird gebetsmühlenartig wiederholt, die Behauptung der angeblichen Krim-Annexion, mit der sich alle Untaten rechtfertigen und auf Russland schieben lassen. In dieser traurigen Tradition steht die Schreiberin des Artikels. Anfangs finden sich Anspielungen auf Sowjetzeiten „Spaziergänge nach Plan“, dann geht’s in die Vollen: Es ist von „Hilferuf-Videos aus Dagestan“ die Rede, von „infizierten Krankenschwestern, die in Regalen eines Abstellraums liegen“, „Kranken in Zelten in Nowosibirsk“, „Listen von toten Medizinern“. Das System Putin sei „dysfunktional“, Misstrauen und Zynismus feiern angeblich Urstände. Im Schlusssatz verwechselt sie Russland mit den USA: „Viele Menschen erwarten wirtschaftliche Hilfen vom Staat, keine patriotische Inszenierung von Stärke.“ Alles in allem verletzt dieses Machwerk die grundlegendsten Anforderungen, die an einen Artikel anzulegen sind. Er strotzt nur so von Verunglimpfungen, Unterstellungen, Beleidigungen, die nicht informieren, sondern desinformieren sollen.

Leserbriefe

Es sind zu viele offene Baustellen

Hans Thaler, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Welche Themen interessieren im Aichtal?“ vom 12. September. Der Blick auf die letzten acht Jahre sowie in die Zukunft gibt Antworten. Kommunikation mit Bürgern – vor Ort bei Projekten, die Anwohner betreffen, oder in der Bürgerfragestunde, in der…

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