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Leserbriefe

Argumente statt Hetze

30.08.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralph Syhr, Nürtingen. Zum Leserbrief Die verschiedenen Radler vom 25. August. Seit einiger Zeit verfolge ich die Leserbriefe zum Thema Radfahren, da ich selber beide Seiten gut kenne: fünfmal die Woche fahre ich über 40 Kilometer einfach zu meiner Arbeitsstelle nach Stuttgart, abwechselnd mit dem Rad und dem Auto. Mit dem Rad muss ich dabei Straßen, Radwege, kombinierte Geh-/Radwege und Feldwege mit Autos, anderen Radfahrern, Fußgängern, Hunde führenden Spaziergängern, Reitern sowie landwirtschaftlichen Fahrzeugen teilen.

Ich nehme Herrn Giesel gerne mal mit auf eine dieser Fahrten, die nicht auf Spazierenfahren angelegt sind. Dann teile ich ihm gerne mit, wie viele Gedanken ich mir zum Schutze meiner und der Gesundheit anderer machen muss: Glasscherben, Rollsplitt, Schlaglöcher, Pferdedreck und Dreck von Traktoren auf ausgewiesenen Radwegen, frei laufende Hunde oder quer über Radwege gespannte Hundeleinen, Fußgänger mit Kopfhörern und gesellige Wandersleute, die ein Klingeln nicht hören, Autos, die aus versteckten Ausfahrten Radwege queren sowie fast täglich Autofahrer, die mir die Vorfahrt oder als Linksabbieger den Vorrang nehmen. Gedankenlosigkeit und auf Recht anlegen kann ich mir da nicht leisten. Oft haben die anderen auch ihr Recht auf ungehinderte Bewegungsfreiheit.

Ich danke deshalb Herrn Epple für sein Engagement. Er ist einer der wenigen, die objektiv auf Probleme hinweisen und durch konstruktive Vorschläge auf ein verträgliches Miteinander aller berechtigten Verkehrsteilnehmer hinarbeiten. Denn pauschale Verurteilungen, Totschlagargumente wie mal ehrlich... und welcher vernünftig denkende Mensch... sowie Beleidigungen wie zum Beispiel Möchtegern-Jan-Ullrichs helfen nicht, die Unfallzahlen und Gemüter wieder runterzukriegen. Meines Erachtens ist es viel wichtiger, dass jeder Verkehrsteilnehmer für die Probleme der anderen sensibilisiert wird und alle respektvoll und sorgsam miteinander umgehen. Dann benötigen wir auch keine Barrieren zum Schutz der Radfahrer vor Autofahrern. Solche Behinderungen zum Selbstschutz will ich nämlich nicht haben. Als Radfahrer will ich genauso wie als Autofahrer schnell, sicher, gemäß der StVO, gesund und effizient von A nach B beziehungsweise von Nürtingen nach Stuttgart kommen.

Leserbriefe

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