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"Arbeitsplatzvernichter"

22.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eugen Schnell, Nürtingen. Durch Herrn Besemer kommt endlich mal Farbe ins Spiel. Wir haben jetzt nämlich in Nürtingen nicht mehr die Schutzgemeinschaft Großer Forst, nein, es ist jetzt das Lager der grünen Arbeitsplatzvernichter und dagegen steht vielleicht bald das Lager der rot-schwarzen Landschaftsvernichter und Landschaftsverschandler. In früheren Zeiten hätten zu diesem Zeitpunkt bürgerkriegsähnliche Zustände aufkommen können. Gott sei Dank gibt uns aber der Oberbürgermeister auf seiner Homepage Hoffnung, dass es nicht ausartet. Er schreibt dort nämlich: Wir dürfen nicht stehen bleiben, sondern wir müssen uns gemeinsam auch neue Gedanken machen. Dazu suche ich in Zukunft die Debatte mit Ihnen und in der Öffentlichkeit. Das sind eigentlich klare Worte, wenn man von dem Begriff Zukunft absieht. Es besteht somit ganz sicher die berechtigte Hoffnung, dass Herr Heirich es ernst meint und einen Bürgerentscheid anstrebt oder zumindest als ersten Schritt dahin die Debatte mit der Bürgerschaft sucht. Seine Politik der Geheimhaltung über den Investor, die Einweihung einiger weniger ausgesuchter Gemeinderäte über das Bauprojekt im Großen Forst und schließlich die Forderung nach Sachlichkeit war ja vielleicht nur ein ganz weiser Schachzug, endlich einmal seine Bürgerschaft aus der Reserve zu locken. Trotz der anfänglichen Geheimhaltung hat uns der Oberbürgermeister aber nicht verschwiegen, dass das Logistikzentrum von der Firma Boss und ihrem Finanzinvestor Permira hochtechnisiert sein wird. Denn sonst hätte man glauben können, es werden gar wirklich ganz neue Arbeitsplätze im Ländle geschaffen. So aber lässt diese Tatsache sogar vermuten, dass alte Arbeitsplätze wegrationalisiert werden und dass die Arbeitsplätze von anderen Standorten nach hier verlagert werden.

Was mich aber wieder an meiner Vermutung zweifeln lässt ist, dass Herr Hartmann in seinem Leserbrief gar nichts darüber erwähnt. Er als Gewerkschafter und SPD-Mitglied sollte doch darüber Bescheid wissen und die Sachlage nicht nur aus der Lagersicht kennen.

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