Schwerpunkte

Leserbriefe

Alles Willkür des Fahrdienstleiters?

19.10.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Beck, Frickenhausen. Ich habe eine VVS-Jahreskarte und fahre seit Jahren die Strecke Stuttgart–Frickenhausen. Im Sommer 2001 gab es nach der Modernisierung der Tälesbahn erhebliche Probleme mit dem Anschluss in Nürtingen zur Tälesbahn. Erhebliche Proteste der Kunden (schriftlich auch meinerseits) führten damals nach kurzer Zeit zu einem akzeptablen Zustand. Nach einem „Rückfall“ 2003 wurde der Zustand nach Protesten wieder normal. Bei erheblichen Verspätungen des Regionalexpress-Zugs ist die Tälesbahn weg, was jeder akzeptiert.

Seit einigen Monaten hat die Anzahl der nicht funktionierenden Anschlüsse in Nürtingen wieder stark zugenommen. Auffällig ist hierbei, dass manchmal die Tälesbahn um XX.01 Uhr beziehungsweise XX.31 Uhr bereits weg ist, ein andermal ist sie um diese Zeit noch da und fährt auch öfters dann erst um XX.05 Uhr beziehungsweise XX.35 Uhr ab. Ich habe den Eindruck, dass dies von der persönlichen Handhabung des Fahrdienstleiters abhängig ist.

Grund für diese Annahme ist folgende Begegnung: Vor ein paar Monaten war die Tälesbahn wieder einmal um XX.00 Uhr bereits weg. Ich ging dann im Nürtinger Bahnhof zum Fahrdienstleiter und fragte nach, worauf dieser mir wörtlich erklärte: „Ich habe einen Fahrplan einzuhalten und ob da draußen 30 Menschen eine halbe Stunde warten müssen, ist mir egal.“ Diese Aussage kommentiere ich lieber nicht, ich war kurz vor dem Platzen. Am Freitag, 11. Oktober, kam der Regionalexpress um 17.01 in Nürtingen an, die Tälesbahn stand noch. Ich bin möglichst schnell zur Tälesbahn gegangen, was bei den vielen Menschen nicht einfach war. Als ich noch zwei Meter von der Bahn entfernt war, fuhr sie los. Ich war sprachlos, denn es war erst 17.02 Uhr, eine Zeit, bei der die Tälesbahn oft noch minutenlang steht. Ich erspare mir die Kommentare vieler anderer Betroffener in dieser Situation, sie sind nicht druckreif. Es kann doch nicht sein, dass je nach Laune des Fahrdienstleiters zu gleichen Zeiten mal der Zug noch da ist, dann wieder nicht und offensichtlich nur nach massiven Beschwerden der Betreffende zu einer praktikablen Handhabung bereit ist. Ich habe auch keine Lust mehr, jedes Mal, wenn ich es eilig habe, circa 14 Euro für ein Taxi auszugeben. Ich appelliere an die Verantwortlichen, wieder für einen verlässlichen Anschluss zu sorgen.

Leserbriefe

Unverhohlene Parteibrille

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Umstiegsfantasien helfen da wenig“ vom 7. Januar. Es ist ja bekannt, dass Missionierende per se alles besser wissen und somit auch immer recht haben (müssen).

Nun ist Maike Pfuderer ja nicht irgendeine Zeitungsleserin, sondern im…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe