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Alles was kreucht und fleucht schützen

29.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Walter Hahn, Nürtingen. Als Nachbar der Versöhnungskirche verfolge ich nun schon eine Weile die bisher unspezifizierten Äußerungen zur Bebauung der Wiese vor der Kirche. Die Anwohner sollten dazu gehört werden, fragt sich nur wann? Jetzt wurde vom Bauausschuss des Stadtrats der Beschluss gefasst, das bisher nicht zur Bebauung vorgesehene Grundstück umzuwidmen und man hat, wen wundert es, auch schon einen Bauinteressenten vorgestellt. Es soll ein viergeschossiger Baukörper, GH maximal 12,50 Meter, erstellt werden. Dazu muss nicht nur die Schlepptreppe zur Kirche, entgegen früheren Zusicherungen, weichen, von den schönen alten Bäumen vor der Kirchenwand wird vermutlich auch nichts bleiben können. Zurück bleiben verärgerte Bürger und ein weiteres Stück Qualitätsverlust für Nürtingen.

Nachdem ich vor wenigen Tagen erfuhr, dass ein Grundstück Am Steigbrönnle von der Stadt nicht zur Bebauung freigegeben wird, weil dort Blindschleichen leben, frage ich mich, welche Maßstäbe in Nürtingen angelegt werden, was den Naturschutz betrifft. Bei der Kirche, vermutlich im Kirchturm, hausen nämlich nicht nur Turmfalken, sondern auch Fledermäuse, wie ich an warmen Sommerabenden in der Dämmerung wiederholt selbst beobachten konnte. Über der Wiese kreisen sie in der Abenddämmerung, um Insekten zu fangen. Entfallen die Bäume und die Wiese als Lebensraum, denke ich, dass die Tiere, die auf der Roten Liste der geschützten Arten stehen, hier nicht weiterexistieren können. Sind Fledermäuse weniger geschützt als Blindschleichen? Ich gehe davon aus, dass die Verantwortlichen darüber nicht informiert waren. Wenn man schützt was da kreucht, muss man auch schützen was da fleucht.

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