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Leserbriefe

Ärztliche Versorgung aus Sicht der SPD

20.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ansgar Lottermann, Wendlingen. Zum Artikel „Ist einzelne Arztpraxis ein Auslaufmodell?“ vom 14. Mai. Wenn man die Berichterstattung über die letzte Sitzung des Wendlinger Gemeinderats gelesen hat, könnte man meinen, dieser bestünde nur aus der Grünen-Fraktion oder die anderen Fraktionen hätten nichts zu sagen. Dem war aber keineswegs so. Insbesondere zum Thema ärztliche Versorgung gab es eine angeregte Diskussion.

Ich möchte daher hierzu als Fraktionsvorsitzender wenigstens auf diesem Wege die Meinung der SPD wiedergeben. Wir meinen, dass Wendlingen bei der ärztlichen Versorgung zurzeit noch relativ gut aufgestellt ist. Natürlich kann man die Art der Bedarfsplanung durch die Kassenärztliche Vereinigung hinterfragen, es gibt aber nun mal momentan nichts Anderes. Die demographische Entwicklung, die sich sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage auswirken wird, macht es auf jeden Fall notwendig, jetzt zu handeln. Und dies vor allem deshalb, weil in den nächsten Jahren mehrere Ärzte in Ruhestand gehen werden und ihre Nachfolge nicht gesichert ist. Man muss daher über andere Versorgungsformen nachdenken, wobei sich vor allem Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) oder Medizinische Versorgungzentren (MVZ) anbieten.

Skeptisch ist die SPD-Fraktion aber bei solchen MVZ, die von großen Gesellschaften getragen werden, die vor allem auf die Erzielung von Gewinnen orientiert sind. Ebenso wenig hält die Fraktion davon, dass die Stadt Wendlingen selbst Träger eines solchen MVZ mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen wird. Dies kann sicher keine kommunale Aufgabe sein. Obwohl auch dies keine kommunale Aufgabe im engeren Sinn ist, kann und muss die Stadt aber in anderer Form tätig werden, nämlich durch Beratung und Unterstützung von Ärzten, die an einer Ansiedlung in Wendlingen interessiert sind. Denkbar wäre auch die Vermittlung oder Bereitstellung von Praxisräumen. Die Gewährung echter finanzieller Anreize sollte dabei allerdings die Ausnahme sein. Und insgesamt ist beim Thema ärztliche Versorgung die interkommunale Zusammenarbeit, insbesondere mit Köngen, von großer Bedeutung.

Leserbriefe

Von der Kirche im Stich gelassen

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Als ,Friedenshetzer‘ verfemt“ vom 23. Mai. Hermann Umfrid – Sohn des „Friedenshetzers“: Ein ähnliches Schicksal wie das des als „Friedenshetzer“ diffamierten Otto Umfrid musste dessen Sohn Hermann (1892-1934) als Pfarrer im hohenlohischen Niederstetten…

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