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30 Wohnungen machen Kohl nicht fett

21.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Braunmüller, Nürtingen. Zum Artikel „Wörth-Areal: Antrag auf Öffentlichkeit abgelehnt“ vom 19. September. Die Öffentlichkeit wurde von Oberbürgermeister Heirich informiert, dass sich der Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung am Montag für eine zweireihige Bebauung auf dem Wörth-Gelände ausgesprochen habe. Die endgültige Entscheidung fällt am 2. Oktober in der öffentlichen Gemeinderatssitzung. Nach den Ausführungen des OB ist eine zweireihige Bebauung deshalb so wichtig ist, weil die Nachfrage nach Wohnungen so groß sei. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Stadt eine Vielzahl von größeren Bauprojekten in der Schublade hat, deren Realisierung unmittelbar bevorsteht, zum Beispiel Innerer Gänslesgrund (124 Wohneinheiten), Psychiatrie-Areal (80 WE), Reich-Areal (80 WE und 102 Pflegeplätze), Oelkrug-Areal (35 WE), Baulückenkataster der Stadt (645 Bauplätze).

Fazit: Die strittigen 30 Wohnungen am Neckar machen den Kohl nicht fett! Auf dem Wörth-Gelände sind 58 Wohnungen geplant, das heißt circa 30 Wohnungen pro Reihe. Etwa 30 Wohnungsinhaber kämen somit in die glückliche Lage, den Neckar an vorderster Front genießen zu können. Tausende von Nürtinger Bürgern und zahlreiche Besucher, die per Fuß, per Rad, mit Rollator oder Rollstuhl, mit Kinderwagen und so weiter unterwegs sind, hätten das Nachsehen. Ihnen verbliebe nur ein schmaler Weg entlang der „Klagemauer“, eingeengt zwischen dem abfallenden Ufer auf der einen und den fünf Stadtvillen mit 13,80 Metern Höhe auf der anderen Seite.

Gegen eine einreihige Bebauung hegt Fritz Krämer, der geschäftsführende Gesellschafter der Siedlungsbau, keinen Groll, solange die Stadt bereit sei, auf Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf zu verzichten. Die Entscheidung hierüber obliege jedoch der Stadt. Der Verzicht auf die erste Reihe des Baufeldes würde die Grundstückserlöse zwar um circa 800 000 Euro schmälern. Gegenzurechnen sind jedoch beträchtliche Einsparungen beim Hochwasserschutz, beim Verzicht auf aufwendige Spielplätze an Steinach und Ruderclub und natürlich der unbezahlbare Vorteil eines großen Erlebnisraums für die Nürtinger Bevölkerung und die Besucher. Es wäre fast eine Kopie des Nagolder Landesgartenschaukonzeptes nur beträchtlich billiger.

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