Die Spritpreise sind über das Wochenende deutlich gestiegen und setzen sich über der Marke von 2 Euro fest. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,017 Euro, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Das waren 2,8 Cent mehr als am Freitag. Diesel verteuerte sich binnen zwei Tagen um 2,5 Cent auf 2,104 Euro pro Liter.
Vergleicht man die Tagesdurchschnitte vom Sonntag mit dem letzten Tag vor dem Tankrabatt, ist E10 damit nur noch 10,9 Cent billiger, Diesel 11,1 Cent. Beides ist deutlich weniger als die Steuerermäßigung von 16,7 Cent pro Liter.
Der ADAC kritisierte, dass die Energiesteuersenkung von knapp 17 Cent noch immer nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben werde und dass die Mineralölkonzerne erneut Preise angehoben hätten, ohne dass dies durch einen steigenden Rohölpreis gerechtfertigt sei.
Im Gegenteil: Öl verbilligte sich zuletzt. Daher forderte der Verkehrsclub, dass die Preise so weit fallen, dass sie um mehr als 16,7 Cent unter den Preisen vor Einführung des Tankrabatts liegen.
Einzelne Tankstellen boten am Montagmorgen dennoch sowohl Diesel als auch E10 für weniger als 2 Euro an. Das liegt am typischen Tagesverlauf der Spritpreise, der sich seit Einführung der 12-Uhr-Regel herausgebildet hat. In der Regel steigen die Preise bei der einzigen erlaubten Erhöhung am Mittag stark an - oft um deutlich mehr als 10 Cent - und fallen dann bis zum nächsten Vormittag wieder relativ stark.
Die Steuersenkung gilt seit 1. Mai bis Ende Juni. Schon beim ersten Tankrabatt im Jahr 2022 hatte es Diskussionen darüber gegeben, ob der Steuervorteil bei den Verbrauchern angekommen sei. Dies zu beurteilen, ist schwierig, weil die Spritpreise zuletzt stark geschwankt sind.
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