Wirtschaft

Deutsche Bank meldet Verstöße gegen Russland-Sanktionen

Die Deutsche Bank hat in Sachen Russland-Sanktionen Probleme im eigenen Haus aufgedeckt (Archivbild) Arne Dedert/dpa

Die Deutsche Bank hat einem Medienbericht zufolge Verstöße gegen Russland-Sanktionen zugegeben. So sollen Privatkunden mit russischem oder belarussischem Pass mehr Guthaben auf Konten oder Depots bei der Bank unterhalten haben, als ihnen erlaubt war, berichtete der Branchendienst «Finanz-Szene». Der Dax-Konzern habe die Verstöße bei einer internen Prüfung entdeckt und selbst an die Deutsche Bundesbank als Aufsichtsbehörde gemeldet.

Seit einer Verschärfung der Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen Kunden aus Russland und Belarus demnach höchstens 100.000 Euro bei einer Bank in Deutschland unterhalten. Diese Schwelle kann aber ohne bewusstes Zutun überschritten werden, etwa wenn Vermögenswerte in einem Depot an Wert gewinnen.

Die Deutsche Bank erklärte auf Nachfrage der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX, sie überprüfe ihre Prozesse zur Einhaltung von Sanktionen fortlaufend. «Wann immer wir mögliche Schwachstellen identifizieren, ergreifen wir angemessene Maßnahmen zur Anpassung und Verbesserung unserer Prozesse und informieren die zuständigen Aufsichtsbehörden proaktiv.» Zu Details wollte sich ein Deutsche-Bank-Sprecher offiziell nicht äußern.

© dpa-infocom, dpa:260417-930-958325/1

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