Die genossenschaftliche DZ-Bank-Gruppe hat 2025 vor allem von ihrer Versicherungssparte R+V profitiert und so viel verdient wie noch nie. Der Vorsteuergewinn sprang um rund 30 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro hoch, teilte die Bank in Frankfurt mit. «Im vergangenen Jahr hatten wir außerordentlichen Rückenwind, zum Beispiel in der Schadensentwicklung bei der R+V Versicherung», sagte DZ-Bank-Chef Cornelius Riese.
2025 konnte die Wiesbadener R+V Versicherung das Ergebnis vor Steuern um drei Viertel auf etwas mehr als 2,1 Milliarden Euro steigern. Damit steuerte das Versicherungsgeschäft fast die Hälfte zum Ergebnis der DZ-Bank-Gruppe bei. «Maßgeblich hierfür waren eine sehr gute operative Entwicklung und eine deutlich geringere Schadendynamik in der Sach- und Rückversicherung.»
Ebenfalls hervorragend liefen die Geschäfte mit Firmenkunden und am Kapitalmarkt. Im Segment Verbund- und Geschäftsbank verdiente die DZ Bank vor Steuern 864 Millionen Euro - fast 85 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Zweitgrößter Gewinnbringer der Gruppe bleibt das Fondsgeschäft, auch wenn der Vorsteuergewinn der Fondssparte Union Investment leicht auf knapp 1,2 Milliarden Euro sank. Union Investment blicke auf ein erfreuliches Kundengeschäft und ein gutes Aktienjahr zurück. Der Fondsanbieter hatte erst kürzlich von steigenden Zahlen etwa bei Fondssparplänen von Privatanlegern berichtet.
Aufwärts ging es auch im Geschäft mit Baufinanzierungen. Die zur Gruppe gehörende Bausparkasse Schwäbisch Hall konnte ihr Ergebnis vor Steuern auf 122 Millionen Euro fast verdoppeln. In der Baufinanzierung erholt sich der Markt von der Krise der Vorjahre, da Verbraucher mit stabilen Zinsen und steigenden Einkommen wieder mehr Kredite etwa fürs Eigenheim aufnehmen.
Ins neue Jahr geht Riese dennoch vorsichtig - auch wenn sich das Kundengeschäft nach seinen Worten positiv entwickelt. Er rechnet im laufenden Geschäftsjahr nur mit einem Vorsteuergewinn von rund drei Milliarden Euro und damit mit weniger als im vergangenen Jahr, aber auch als 2024.
Die DZ Bank ist allerdings für ihre konservativen Prognosen bekannt. So hatte Riese noch im Sommer vergangenen Jahres lediglich einen Vorsteuergewinn von 2,5 bis 3,0 Milliarden Euro für 2025 in Aussicht gestellt.
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