Robert Pattinson und das Promi-Paar Penélope Cruz und Javier Bardem zählen zu den Stars, die dieses Jahr neue Filme beim Filmfest Venedig Anfang September zeigen. Mit Werner Herzog ist ein deutscher Regisseur im Wettbewerb vertreten. Die neue Doku von Wim Wenders läuft außer Konkurrenz.
Herzogs neuer Film «Bucking Fastard» gehört zu den 20 Wettbewerbsbeiträgen, wie Festivaldirektor Alberto Barbera informierte. Orlando Bloom sowie die Schwestern Kate und Rooney Mara spielen mit.
Der Film erzählt von Zwillingsschwestern, die alles miteinander teilen, und ist von der Lebensgeschichte der Zwillinge Freda und Greta Chaplin inspiriert. «Herzog hat uns schon immer bizarre, skurrile und ungewöhnliche Figuren anvertraut», sagte Barbera. «Das gilt auch für die Protagonisten dieses Films.»
Zu den weiteren Highlights im Wettbewerb zählt der neue Film von Oscar-Preisträger Martin McDonagh, «Wild Horse Nine». Besetzt mit John Malkovich, Sam Rockwell, Steve Buscemi und Tom Waits, handelt die schwarze Komödie von CIA-Agenten auf einer Mission. Auch McDonaghs Filme «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» und «The Banshees of Inisherin» liefen in Venedig.
Um den Hauptpreis Goldener Löwe konkurriert auch «Primetime» von Lance Oppenheim mit Robert Pattinson in der Hauptrolle. Das Werk erzählt vom US-Moderator Chris Hansen, der eine Show hatte, bei der mit verdeckter Kamera Sexualstraftäter überführt wurden.
Ein weiterer Wettbewerbsfilm ist «Bunker» von Florian Zeller. An der Seite von Penélope Cruz und Javier Bardem sind Paul Dano, Stephen Graham und Patrick Schwarzenegger zu sehen. Bardem verkörpert einen Architekten, der einen moralisch fragwürdigen Auftrag von einem Tech-Milliardär annimmt: Er baut ihm einen Bunker. Das lässt seine Ehefrau (Cruz) an der Beziehung zweifeln.
Außer Konkurrenz läuft eine Doku über die Wiederannäherung der beiden Oasis-Brüder Liam und Noel Gallagher und ihre Reunion-Tour. «Die Gallagher-Brüder haben versprochen, dass sie in Venedig sein werden», sagte Barbera.
Wim Wenders zeigt seine Dokumentation über den Architekten Peter Zumthor. Der internationale Titel lautet: «From Inside Out - The Architecture of Peter Zumthor».
Laura Poitras, die für «All the Beauty and the Bloodshed» 2022 den Goldenen Löwen gewann, zeigt eine Doku über die politische Lage in Minneapolis während der Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Außerdem läuft eine Doku über Elon Musk von Alex Gibney.
In der Nebenreihe Orizzonti sind ein paar deutsche Stars vertreten: einmal im Film «La ragazza con la Leica» (deutscher Titel: «Das Mädchen mit der Leica»). Luna Wedler, Emilia Schüle und Aaron Altaras spielen in dem Werk von Alina Marazzi mit. Jannis Lenz zeigt seinen Film «Oase» («Oasis»), in dem Florian Geißelmann, Anton Petzold und Godehard Giese Rollen haben.
Außerhalb des Wettbewerbs läuft unter anderem der Film «Place to Be» (Regie: Kornél Mundruczó) mit Pamela Anderson, Taika Waititi und der 93-jährigen Ellen Burstyn, die laut Barbera ebenfalls nach Venedig kommen will.
Die Filmfestspiele finden vom 2. bis 12. September statt. Zur Eröffnung läuft der neue Film von «Trainspotting»-Regisseur Danny Boyle, «Ink», über britischen Boulevardjournalismus. Jack O'Connell verkörpert darin einen kompromisslosen Zeitungsredakteur.
Präsidentin der Jury ist Maggie Gyllenhaal, die in Venedig auch ihren Kurzfilm «Flesh Impact» präsentieren wird. Ellen Burstyn ist auch in diesem Film zu sehen, neben Dakota Johnson und Peter Sarsgaard. Burstyn soll außerdem einen Golden Löwen für ihr Lebenswerk erhalten, wie auch George Clooney.
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