Acht Titel sind für den diesjährigen Deutschen Sachbuchpreis nominiert worden. Die Auszeichnung wird am 8. Juni in Hamburg verliehen, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilt. 239 Titel waren in der Auswahl.
Ausgewählt worden seien Bücher, die Orientierung bieten, wird Jurysprecher Pascal Mathéus von der Buchhandlung Wassermann in Hamburg-Blankenese in der Mitteilung zitiert. Die Autorinnen und Autorinnen blickten voraus oder schauten zurück, in dem sie «den Blick in die Weite richten oder ein Problem besonders scharf konturieren».
Besonderen Wert habe die Jury auf die Sprache gelegt. «In Zeiten explodierender Textfluten aus künstlichen Quellen, erscheint die sprachliche Durchdringung der Gegenwart in einer verständlichen Weise als Wert an sich», erklärte der Jurysprecher.
- Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin), August 2025
- Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv), November 2025
- Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv), Mai 2025
- Konstantin Richter: Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG (Suhrkamp), Oktober 2025
- Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer), November 2025
- Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein), Oktober 2025
- Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck), Oktober 2025
- Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag), Februar 2026
Die mit insgesamt 42.500 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen. Ausgezeichnet wird ein herausragendes Sachbuch in deutschsprachiger Originalausgabe, das gesellschaftlich relevante Impulse setzt.
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