Weihnachtsgrüße

Über den Jahreswechsel lockt das Feuerwerk in Hawaii

David Hansjosten entdeckt während seines Auslandssemesters in den USA nicht nur die Umgebung von Valparaiso.

David Hansjosten war über Thanksgiving in New York. Foto: privat

Ich studiere aktuell für ein Semester in den USA an der Universität in Valparaiso, Indiana. Eine Stiftung unterstützt den Austausch und macht mir diese Reise möglich. Zu Beginn gab es einige Unsicherheiten mit dem Visum, aber vier Tage vor dem Start habe ich dann aber glücklicherweise die Einreiseerlaubnis bekommen.

Valparaiso liegt eine gute Stunde südlich von Chicago und rund 20 Minuten entfernt vom Indiana Dunes National Park, einem wunderschönen Strand am Lake Michigan mit traumhafter Natur auf den Dünen – ideal um kleine Wanderungen zu unternehmen oder einfach am Wasser zu entspannen. Bei gutem Wetter kann man am Horizont sogar die Skyline von Chicago sehen.

Chicago lädt ein, viele neue und interessante Dinge zu entdecken. Neben der bekannten Chicago Bean gibt es auch schöne Aussichten auf die Skyline vom Navy Pier oder große Parkanlagen mit unzähligen Eichhörnchen.

Mit meinem Roommate bin ich im Sommer zur Bristol Renaissance Fair in Kenosha, Wisconsin gefahren. Auf einer der größten Messen dieser Art gab es von Ritterturnieren bis hin zu einzigartigen Handcraft Shops vieles zu entdecken.

Neben meinem Unterricht an der Universität habe ich vor allem an der hiesigen Musicalproduktion von „Cabaret“ mitgewirkt. In der Hauptrolle des Emcee habe ich zusammen mit einem grandiosen Team unter der Regie von Keri Burman Castro eine Show verwirklicht, die zuerst lustig beginnt mit der Zeit aber zunehmend ernster und verstörender wird, je tiefer man in die Story vordringt. Die Geschichte spielt in Berlin in den 1930er Jahren. Deshalb sprechen und singen viele Charaktere mit einem deutschen Akzent oder sogar in Deutsch selbst.

Ich konnte mithilfe der Castmitglieder mein Englisch verbessern während sie von mir Deutsch lernen konnten – eine perfekte Kombination für dieses Musical. Die inhaltliche Aussage ist politisch aktueller denn je.

Nach insgesamt neun Wochen mit unzähligen Proben und sehr erfolgreichen Aufführungen habe ich jetzt mehr Zeit um zu reisen und das Land zu erkunden. Über die Ferien an Thanksgiving bin ich nach New York geflogen, um die Weltmetropole kennen zu lernen. Neben den bekannteren Orten wie die Freiheitsstatue, das 9/11 Memorial, den Times Square oder dernCentral Park, gibt es hier auch unbekanntere aber mindestens genauso spannende Dinge zu sehen. Zum Beispiel bin ich ungeplant über eine kleine künstliche Insel auf Stelzen am Westufer von Manhattan gestolpert mit dem Namen „Little Island“. Auf dieser kleinen Insel ist ein wunderschöner Park mit einer Freilichtbühne und zwei Aussichtspunkten, um über den Hudson River nach New Jersey
zu gucken.

Im Musical „Cabaret“ hatte David Hansjosten (Zweiter von links) die Hauptrolle des Emcee inne. Foto: privat

Auch liegt an einem Pier im Westen von Manhattan der Flugzeugträger „USS Intrepid“ und das U-Boot „USS Growler“. Beide waren ehemals aktiv im militärischen Einsatz und sind nun Teil eines großen Museums.

Eine Show auf dem Broadway darf natürlich auch nicht fehlen in meinem Reiseplan, also bin ich in die großartige Show „Beetlejuice“ gegangen. Die Show basiert auf dem gleichnamigen Film und ist besonders für seinen schwarzen Humor bekannt.

Mitte Dezember endet das Semester in den USA bereits, anschließend werde ich noch für rund einen Monat durch das Land reisen. Weihnachten werde ich bei einer Freundin in der Nähe von Indianapolis verbringen. Ihre Familie hat die Tradition, dass an Heilig Abend alle zueinander passende Pyjamas tragen.

Über den Jahreswechsel werde ich nach Hawaii reisen, das Neujahresfeuerwerk soll dort besonders schön sein. Auch wird das Klima dort deutlich wärmer sein als hier im aktuell sehr verschneiten Valparaiso.

Ich wünsche allen in Nürtingen und Umgebung ein besinnliches und wunderschönes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit mit euren Liebsten und kommt gut ins neue Jahr.

David Hansjosten

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