NÜRTINGEN. Mit guter Laune, reichlich Getränken im Gepäck und der vertrauten Mischung aus Vorfreude und sanftem Morgenmuffel-Charme startete der Verein der Briefmarkenfreunde Nürtingen zu seinem diesjährigen Vereinsausflug, organisiert von Claus Schmidt. Von den 37 angemeldeten Teilnehmern fanden sich 34 pünktlich an den verschiedenen Zustiegsstellen ein – eine Quote, die in Vereinskreisen durchaus als bemerkenswert zuverlässig gelten darf.
Die Fahrt führte zunächst nach Augsburg, wo die Gruppe gegen 9.30 Uhr eintraf. Dort erwartete die Teilnehmer eine zweistündige Stadtführung, die sowohl historische Hintergründe als auch amüsante Anekdoten bot. Selbst jene, die Augsburg bereits kannten, entdeckten neue Facetten der Fuggerstadt – und natürlich wurde auch das eine oder andere Motiv erspäht, das philatelistisch inspirieren könnte.
Im Anschluss ging es weiter zum Kloster Andechs, wo die Gruppe bei Schweinshaxe und sonstigen lokalen Schmankerln in klösterlicher Atmosphäre verweilte. Die Stimmung war ausgezeichnet, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und spätestens hier war klar: Der Ausflug hatte seinen angenehmen Rhythmus gefunden. Nach der Stärkung führte die Route weiter nach Herrsching am Ammersee, wo eine Rundfahrt durch den südlichen Teil des Sees auf dem Programm stand. Die Teilnehmer genossen die Aussicht, das Wasser, die frische Luft – und auch das eine oder andere Getränk, was bei diesen Temperaturen zwingend war.
Der ursprünglich geplante Abschluss im Gasthof Ochsen in Berkheim musste aufgrund einer kurzfristigen Absage umdisponiert werden. So wurde kurzerhand, organisiert von unserer wie immer hervorragend planenden Reiseleitung und unserem Ehrenvorsitzenden, nach Berghülen ausgewichen. Dort rundete ein gemeinsames Abendessen den Tag ab. Die spontane Änderung tat der Stimmung keinerlei Abbruch – im Gegenteil, sie sorgte für zusätzlichen Gesprächsstoff und wurde mit einem Augenzwinkern als „logistische Meisterleistung“ verbucht.
Gegen 20.15 Uhr trat die Gruppe die Rückfahrt an und erreichte Nürtingen planmäßig um 21.15 Uhr. Der Ausstieg erfolgte in umgekehrter Reihenfolge, wie es sich für einen gut organisierten Vereinsausflug gehört. Alles in allem war es ein rundum gelungener Tag: abwechslungsreich, harmonisch und geprägt von guter Gesellschaft. Ein Ausflug, der zeigt, dass gemeinsames Erleben – ob mit Marken oder Menschen – immer noch das schönste Sammelgebiet ist.