Nürtingen

Rettungshunde finden acht Vermisste bei Übung

Drei Rettungshundeteams der Rettungshundebereitschaft des DRK Nürtingen-Kirchheim/Teck stellen sich den schwierigen Herausforderungen Foto: Rettungshundebereitschaft DRK Nürtingen-Kirchheim

NÜRTINGEN. Starke Leistungen gab es bei der 26. „International Dog Rescue Exercise Earthquake Ljubljana 2026“.
Die Teilnahme der Rettungshundebereitschaft des DRK Nürtingen-Kirchheim/Teck an der internationalen Übung in Slowenien hat mittlerweile schon Tradition.
So folgten wieder drei Mitglieder der Bereitschaft der Einladung des Rettungshundeführervereins Društvo Vodnikov Reševalnih Psov Slovenije (DVRPS) und der Stadt Ljubljana zur Rettungshundeübung nach Slowenien.

Insgesamt gingen 18 Teams aus Österreich, Kroatien, Italien, Bulgarien, Serbien, Slowenien und Deutschland an den Start. Ein Team besteht aus drei Hunden mit den jeweiligen Hundeführern – aus Nürtingen stellten dieses Jahr Heike Trapp mit FindUs, Jannik Jahn mit Elmo und Carsten Holzer mit Pepsy die Equipe.

Alle Teams mussten sich selbstständig um Unterkunft, Verpflegung und Ausrüstung kümmern. Die Übung stellte die Teilnehmer vor viele Herausforderungen, in diesem Jahr sollte das Wetter ein wesentlicher Bestandteil davon sein. Der Aufbau der Zelte erfolgte bei strömendem Regen.

Früh am Samstagmorgen begann die eigentliche Übung. Es mussten zwei Waldgebiete und vier Trümmergelände abgesucht werden, in denen insgesamt elf Personen versteckt waren. Die Suchgebiete waren großflächig angelegt und die vermissten Personen wurden äußerst schwierig versteckt. Viele Bereiche durften von den Hundeführern nicht betreten werden, weshalb die Hunde sehr selbstständig und teilweise auf große Distanz arbeiten mussten. Zusätzlich galt für jede Suche ein Zeitlimit von lediglich 20 Minuten. Erfolgreiche Einsätze waren daher nur durch eingespieltes Teamwork möglich.

Das Team vom DRK Nürtingen-Kirchheim/Teck konnte im Übungsverlauf acht Personen finden, an einer neunten scheiterte man ganz knapp, da die Suchzeit zu Ende ging, kurz bevor der Hund an der versteckten Person angekommen war. Bestandteil der Übung war auch eine Station, an der sich alle drei Hundeführer mit ihren Hunden an einem Gebäude abseilen mussten, und ein Schadengebiet, an dem die Kenntnisse über Erste Hilfe überprüft wurden. Die Fähigkeit, sich mit einer Karte orientieren und ein GPS-Gerät bedienen zu können, ist eine Grundvoraussetzung, da ein Suchgebiet nur so zu finden und selbstverständlich nur durch einen schweißtreibenden Fußmarsch zu erreichen war. Und natürlich gibt es für alle Aufgaben Punkte, welche am Ende eine Rolle für die Platzierung spielen.
Am Sonntag fand die mit Spannung erwartete Siegerehrung statt und die Teams der DRK-Rettungshundebereitschaft Nürtingen-Kirchheim/Teck durften sich über einen hervorragenden dritten Platz freuen. Man war stolz auf die starke Teamleistung von Mensch und Hund und freut sich auf Ljubljana 2027.

Zur Startseite