WOLFSCHLUGEN. Seit 2010 besteht eine Gemeindepartnerschaft zwischen den evangelischen Kirchengemeinden in Ljubljana und Wolfschlugen. Am letzten Januar-Wochenende wurde der neue Pfarrer Aleksander Ernisa in sein Amt eingesetzt, am Festgottesdienst nahm auch eine Delegation aus Wolfschlugen teil.
Nachdem Aleksander Ernisa am ersten Advent 2025 bereits als Bischof der slowenischen Landeskirche eingesetzt worden war, wurde er nun auch als Pfarrer von Ljubljana eingesetzt. Der Partnerkreis Wolfschlugen war mit einer siebenköpfigen Delegation vertreten. Der Gottesdienst wurde überwiegend in slowenischer Sprache gehalten, Aleksander Ernisa war aber so freundlich, den Gästen aus Deutschland die Predigt auf Deutsch zukommen zu lassen. In dieser Predigt ging es Bischof Ernisa insbesondere um den Dialog in Ljubljana, ganz passend zu den vielen Vertretern anderer Konfessionen und Religionen, die am Gottesdienst als Gäste teilnahmen.
Wörtlich sagte er: „Auch der Dienst, in den ich heute eintrete, gründet sich nicht auf persönliche Gewissheit, sondern auf diese Verheißung. Es ist ein Weg der Gemeinschaft, des Zuhörens und des gemeinsamen Suchens. Die Kirche ist keine Gemeinschaft vollkommener Menschen, sondern eine Gemeinschaft jener, die es wagen zu vertrauen, einander und Gott.“
Im Rahmen des Gottesdienstes wurden auch viele Grußworte gesprochen, so vom katholischen Erzbischof von Ljubljana, Stanislav Zore, von den Vertretern der muslimischen und der jüdischen Religionsgemeinschaften und auch von Dieter Schenk, dem Sprecher des Partnerkreises aus Wolfschlugen.
Er wünschte Aleksander Ernisa Gottes Segen für das Amt des Pfarrers in Ljubljana und als Bischof der slowenischen Landeskirche, überbrachte mit schwäbischen Wibele, Bier und einem Puzzle aber auch ganz handfeste Grüße aus Württemberg. Die Verbindung zwischen der evangelischen Kirche in Slowenien und Württemberg hat eine jahrhundertealte Geschichte, da der slowenische Reformator Primus Truber viele Jahre seines Lebens im württembergischen Exil, insbesondere in Urach und Derendingen, verbrachte und die ersten Bücher in slowenischer Sprache in Urach gedruckt wurden.