NÜRTINGEN. Wie entsteht Wissen? Wem wird geglaubt? Und welche Rolle spielt Wissen im Umgang mit der Klimakrise? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Jugendliche bei der viertägigen Workshopreihe „Wissen.Macht.Klima“ im Katholischen Jugendhaus K17 in Nürtingen.
Veranstaltet wurde das Projekt von der Klima-Taskforce Nürtingen in Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist. Teilgenommen haben Mädchen ab 14 Jahren, die sich in interaktiven Workshops mit Klimakrise, Klimagerechtigkeit, Medienkompetenz und unterschiedlichen Formen von Wissen auseinandersetzten.
Neben wissenschaftlichen Methoden lernten die Teilnehmerinnen auch andere Perspektiven kennen, etwa durch Beispiele aus indigenen Wissenssystemen und Erfahrungen aus dem Globalen Süden.
Praktisch wurde es bei eigenen Umweltmessungen in Nürtingen. Die Jugendlichen untersuchten unter anderem CO₂-Werte, Lärmbelastung und Luftqualität. Auf Grundlage der Ergebnisse ihrer Untersuchungen und des neu erworbenen Wissens entwickelten die Teilnehmerinnen anschließend in Gruppenarbeiten erste Ideen und Forderungen für ihre Kommune.
Ziel der Workshopreihe war es, jungen Menschen Räume für Austausch, kritisches Denken und eigene Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Die Ergebnisse des Projekts wurden auf der Nachhaltigkeitsmeile im Rahmen der Veranstaltung „Shoppen & Schlemmen“ präsentiert. An mehreren Mitmach-Stationen konnten Besucherinnen und Besucher selbst Umweltmessungen ausprobieren, ihr Wissen zu Klimagerechtigkeit testen und sich über die Workshopinhalte informieren. Der Stand stieß auf großes Interesse.