Oberboihingen

Frühlingswanderungen zur Orchideenblüte

Wiesen und Burg Foto: Jörg Haußmann

OBERBOIHINGEN. Bunt blühende Streuobstwiesen mit Salbei, Margeriten, Büschel-Glockenblumen, gelbem Hahnenfuß und andere Wiesenblumen waren ein Genuss fürs Auge; Höhepunkte waren die Orchideenblüten .
Bei zwei kürzlich angebotenen Wanderungen der Ortsgruppe Oberboihingen des Schwäbischen Albvereins erlebten die Wanderer die Naturschönheiten in der näheren Umgebung.
Start der ersten Rundwanderung war der Parkplatz „Schelmenwasen“ in Neuffen. Bei klarer Sicht über den westlichen Teil des Kreises Esslingen schweifte der Blick vom Fuße des Hohenneuffen bis zum Schurwald und über den Schönbuch. Die Aussicht nach Südwesten war vom Jusi und vom ehemaligen Steinbruch „Hörnle“ begrenzt. Wanderführer Richard Haußmann erwähnte den 1. Öko-Streit im Ländle von 1950. Der geplante weitere Abbau und Durchbruch vom Steinach- ins Ermstal sollte wegen befürchteter kalter Nordwinde verhindert werden. Das Nürtinger Zementwerk benötigte dieses Gestein. Die Bürger rebellierten und auch der damalige Albvereinspräsident Georg Fahrbach setzte sich für den Erhalt des Berges „Hörnle“ mit Erfolg ein.
Den Blick zur Burg Hohenneuffen von Südwesten aus sahen viele Wanderer zum ersten Mal. Grandios steht die größte Burg der Alb über der Stadt Neuffen. Unterhalb der Kernzone des Biosphärenreservats zeigten sich die Neuffener Weinberge, die im Bereich Neuffen/Teck ca. 30 ha Fläche betragen.
Nach einem kurzen Abstieg zum Wengenhof stieg der Wanderweg wieder leicht an und nach der Überquerung der Neuffener Steige gings beim Bauernloch zur Neuffener Heide.
Zwölf Wanderer waren der Einladung, die „Zollernalb erleben“ gefolgt. Traumhafte Ausblicke von den Aussichtspunkten Dreifürstenstein, Schild und Brunnengrat belohnten die Wanderer nach einem schweißtreibenden Anstieg bei hochsommerlichen Temperaturen dankenswerterweise zum Großteil im schattigen Buchenwald. Die Blicke Burg Hohenzollern begleitete die Wanderer. Die Orchideenblüte im Naturschutzgebiet „Beurener Heide“ war ein weiterer Höhepunkt der Wanderung.

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