Licht der Hoffnung

Zum zehnten Mal den Zauber des Advents gespürt

Das Weihnachtsliedersingen für „Licht“ vor dem Neckartailfinger Rathaus war einmal mehr ein beeindruckendes Erlebnis

Auch die Jüngsten des Sängerbunds setzten sich beim Adventsliedersingen in Neckartailfingen für die gute Sache ein: Für die Young Generation (links) und die Keltergeister gab es zu Recht großen Beifall.
Auch der Männerchor bereicherte das Adventsliedersingen. Fotos: jg

Eine ganze Gemeinde legt sich für das Licht der Hoffnung ins Zeug: Das spürte man gestern Nachmittag in Neckartailfingen zum zehnten Mal. Trotz bitterer Kälte strömten die Menschen wieder auf den Rathausplatz, um das Adventsliedersingen des Sängerbundes zu genießen und miteinander die vorweihnachtliche Freude zu teilen.

NECKARTAILFINGEN (jg). Wie sehr dieses Ereignis im Ort verankert ist, zeigt auch, dass Bürgermeister Jens Timm von Anfang an die Schirmherrschaft innehat. Einige Male musste dieser Titel übrigens auch wörtlich genommen werden – als nicht etwa klirrende winterliche Kälte wie gestern für die passende Atmosphäre sorgte, sondern bei unerwartet milden Temperaturen Regen vom Himmel prasselte und der Schultes dem musikalischen Leiter Joachim Schmid höchst real den Schirm über den Kopf halten musste, damit dessen E-Klavier nicht allzu nass wurde.

Geschichten wie diese kursierten gestern Mal um Mal. Und sie spiegelten die Freude aller darüber wider, dass dieses Ereignis, das auf eine Idee der damaligen Kinderchorleiterin Anja Wegner zurückgeht, keine Eintagsfliege geblieben ist, sondern das Herz Neckartailfingens (den Platz am Rathaus) Jahr um Jahr mit Leben erfüllt.

Und auch die Menschen ihre Herzen für die gute Sache öffnen lässt. Das Licht der Hoffnung hat dank dieser Veranstaltung im vergangenen Jahrzehnt enorme Leuchtkraft entfalten können.

Diese Veranstaltung zeichnet sich auch dadurch aus, dass Jung und Alt, Groß und Klein sich dabei mit Feuereifer für Menschen in Not ins Zeug legen. Schon die Kleinsten von den Keltergeistern und den Happy Tones geben da alles – zumal sie mit Katja Sequenzia eine Chorleiterin haben, die mit Leib und Seele dabei ist, die Lieder ihrer Schützlinge förmlich mitlebt. Dadurch wurde zum Beispiel „Wisst ihr, was die Frösche am Weihnachtsabend machen?“ auch optisch zum Hochgenuss.

Tania Schneider feierte mit der Young Generation ihr Debüt beim Adventsliedersingen. Sie und ihr Ensemble nahmen das Publikum auch mit auf eine musikalische Reise in andere Weihnachts-Welten – sei es nun Schweden („Jul, jul stralende“) oder die USA (mit dem legendären „Santa Claus is coming to town“).

Der gemischte Chor Vision und der Männerchor unter Joachim Schmid (der auch wieder die Gesamtleitung innehatte und dessen Finger am E-Klavier handschuhlos der Eiseskälte trotzten) stärkten dem Nachwuchs dabei gleich von Beginn an den Rücken – José Felicianos „Feliz Navidad“ war ein schwungvoller Auftakt, der die anderen regelrecht beflügelte.

Und zu Herzen ging dann einmal mehr das Finale, bei dem man alle Chöre des Sängerbunds gemeinsam zu erleben vermochte – „Kommet ihr Hirten“ und „Leise rieselt der Schnee“ führten auch viele aus dem Publikum zurück in die eigene Kindheit, wieder zurück zu Momenten, die einfach unvergesslich blieben. Und vermutlich waren auch aus diesem Grund die gemeinsam mit Begleitung der Advent Brass Selection gesungenen Lieder so überaus eindrucksvoll: „Tochter Zion“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ führten alle zum Kern dessen, was Weihnachten wirklich ausmacht: Gottes Ja zu allen Menschen.

Zur Startseite