Licht der Hoffnung

Licht der Hoffnung: Tante Friedl treten in Unterensingen zur musikalischen Weltreise an

Von Amerika nach Bayern: Rund 200 Zuschauer hatten im Udeon großen Spaß an der abwechslungsreichen Show von Dan Wall und Magdalena Kriss. Ganz nebenbei taten sie mit ihrem Besuch auch noch Gutes.

Das Duo Tante Friedl trat im Udeon in Unterensingen für „Licht der Hoffnung“ auf. Foto: Markus Brändli

UNTERENSINGEN. Eine musikalische Reise durch verschiedene Länder Europas und durch Amerika erlebten am Dienstagabend die 200 Besucher im Udeon in Unterensingen beim vierten Konzert des diesjährigen Festivals der Hoffnung. Das Duo Tante Friedl alias Dan Wall und Magdalena Kriss, die gegensätzlicher nicht sein könnten, aber gerade deswegen so wunderbar harmonieren, haben mit ihren unverkennbaren Stimmen, mit Akkordeon, Banjo und Geige ein gelungenes Konzert gestaltet und für eine tolle Stimmung unter den Zuhörern gesorgt.

Mit der Eigenkomposition „Lay Low“ des aus New York stammenden Dan Wall startete das amerikanisch-bayrische Duo sein Konzert im Udeon. Einen großen geografischen Sprung gab es dann zum von der aus Bayern stammenden Magdalena Kriss vorgestellten „Zwiefachen“, eines Volkstanzes. Kriss berichtete, dass sie und Dan Wall sich bei einem internationalen Volksmusiktreffen 2020 kennengelernt hätten. Dabei seien musikalische Gemeinsamkeiten entdeckt worden, und man habe auch festgestellt, dass beide eine Tante mit dem Spitznamen „Friedl“ haben. So sei der Name des Duos entstanden.

Unterwegs mit dem Tandem

Wall und Kriss sind auch gerne gemeinsam mit dem Tandem-Fahrrad auf Musiktouren unterwegs, und einige der zum Repertoire gehörenden Stücke seien so entstanden. Das breite Volkslied-Spektrum umfasste auch ein bulgarisches Erntedanklied und ein serbisches Rachelied einer betrogenen Ehefrau. Romantisch wurde es beim „Fisherman’s Blues“ und beim jiddischen Hochzeitswalzer. Mit dem umweltkritischen Song „Blue Skies“ endete der erste Teil des vielseitigen Volkslieder-Vortrags von Tante Friedl.

Die Reise des Duos durch die verschiedenen länderspezifischen Folk-Richtungen ging auch im zweiten Part, bei dem Dan Wall sein Banjo phasenweise auch gegen eine Geige tauschte, munter weiter. Wall und Kriss verliehen durch ihre besondere Vortragsweise jedem Song ihren ganz persönlichen Stempel. So auch dem irischen Song, in dem eine verbotene Liebe thematisiert wird, oder bei den beiden im Norden Europas angesiedelten Stücken aus Schweden und Norwegen.

Ein alpenländisches Abschiedslied erklang

Die Darbietungen der Musikanten bereiteten dem Publikum im Unterensinger Udeon viel Freude. Foto: Markus Brändli

Das Duo animierte die Besucher bei einem anspruchsvollen Medley, auf Englisch mitzusingen. Ein bekanntes russisches Geburtstagslied, das die Musiker auf Englisch und Russisch sangen, unterstrich einmal mehr die sprachliche und musikalische Vielfalt der jungen Musikanten.

Am Ende gab es viel Beifall und Zugaberufe. Dan Wall und Magdalena Kiss präsentierten dem dankbaren Publikum noch einen groovigen Folksong aus New Orleans, und als zweite Zugabe ein alpenländisches Abschiedslied. Die Gäste wurden dabei zum Mitmachen aufgefordert, um beim Ausklang mit dem Nachahmen des Lieblingssingvogels die Instrumentalisten zu unterstützen.

Weiter geht es mit Bernd Kohlhepp

„Das war wieder sehr schön und gut. Der in Unterensingen präsentierte Abend von ,Licht der Hoffnung‘ ist immer anders, und daher stets ein Erlebnis“, war Dieter Schenk, dessen Firma ZinCo den Abend im Udeon finanziell unterstützt hat, begeistert. Ähnlich ging es dem Ehepaar Silvia und Uwe Wild aus Nürtingen. „Authentische Künstler, eine einzigartige internationale Musikmischung“, schwärmten beide, und zeigten sich dabei auch von den Jodelkünsten des US-Amerikaners Dan Wall beeindruckt.

Thomas Holzwarth, Marketingleiter von Senner-Medien, bedankte sich bei den Künstlern für ihren gelungenen Auftritt, bei der Gemeinde Unterensingen fürs kostenlose Überlassen des Udeon und bei der Firma ZinCo für die finanzielle Unterstützung. Die Mitglieder des Vereins „Kinderchirurgie Afrika“ präsentierten ihre Vereinsaktivitäten und sorgten für den reibungslosen organisatorischen Ablauf des Konzerts.

Am Samstag, 17. Januar, findet dann der fünfte Abend des Festivals der Hoffnung statt. Um 20 Uhr gastiert in der Neckartenzlinger Melchiorhalle der Bempflinger Bernd Kohlhepp alias Herr Hämmerle, der mit seinem Partner Nils Strassburg, der King Elvis spielt, die zweite Auflage von „Elvis trifft Elvis“ liefert. Karten gibt es im Vorverkauf für 20 Euro im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15, oder im Online-Kartenvorverkauf unter www.ntz.de/service.

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