Licht der Hoffnung

Lady Gaga für das Licht der Hoffnung

Das Jugendblasorchester der Stadtkapelle und die Noten-Chaoten aus dem Täle begeisterten beim Benefiz-Konzert

Nicht nur ein Licht, sondern sogar ein „Leuchtfeuer“ der Hoffnung brannten vorgestern Abend 50 junge Leute im Festsaal des Hölderlin-Gymnasiums ab: So lautete sinnigerweise der Titel eines der Stücke, die das Jugendorchester der Stadtkapelle Nürtingen beim Benefizkonzert für die Weihnachtsaktion unserer Zeitung intonierte. Mit von der Partie waren auch die Noten-Chaoten.

NÜRTINGEN. Das Ensemble aus dem Täle hatte „aus der Not eine Tugend gemacht“, wie es Dirigent Ralf Sacker ausdrückte: Die Musikvereine von Frickenhausen, Linsenhofen und Tischardt haben für sich allein nicht genug Jugendliche für ein ganzes Orchester. Also schloss man sich zusammen. Und spielte sich von den ersten Takten aus dem Musical „König der Löwen“ (unter anderem mit dem romantischen „Can you feel the love tonight?“) in die Herzen der zahlreichen Zuhörer.

Sie erlebten, dass Blasmusik von heute keineswegs altbacken ist, sondern auch bekannten Pop-Songs eine ganz neue Dimension verleiht: nicht nur Neil Diamonds „Sweet Caroline“, sondern auch dem „Boulevard of broken dreams“ von Green Day oder sogar einem Hit von Lady Gaga: „Born this way“.

Mit viel Beifall wurden die Noten-Chaoten verabschiedet, die das mit Leben erfüllten, was Ralf Sacker schon zu Beginn des Auftritts als Motto ausgegeben hatte: „Gemeinsam sind wir stark.“

Als starke Einheit präsentierte sich danach auch das Jugendblasorchester der Stadtkapelle Nürtingen. Dirigent Herward Heidinger hatte schon vor fast einem Jahr die Idee zu diesem Konzert und die jungen Leute optimal vorbereitet.

Junge Leute legten sich für die gute Sache ins Zeug: Sowohl die Noten-Chaoten aus dem Täle (links) als auch das Jugendblasorchester der Nürtinger Stadtkapelle bekamen viel Applaus. jg

Bei der Zugabe ließ man es ordentlich krachen

Beim „Irischen Traum“ ließen sie das Publikum in Gedanken über die Wiesen der Grünen Insel fliegen, das „Leuchtfeuer“ wurde so einfühlsam gespielt, dass es auch in den Herzen loderte, und auch James Horners Filmmusik aus „Titanic“ wurde einfach glänzend interpretiert.

Alle Abba-Ohrwürmer wurden in ein „Mamma mia“-Medley gepackt, sodass der Riesen-Applaus danach ebenso verdient wie wenig erstaunlich war. Film-Musik scheint diesem tollen Ensemble, das ein hohes Niveau erreicht hat, besonders viel Spaß zu machen. Das war auch bei „Jurassic Park“ und „Star Wars“ unverkennbar.

Tosenden Beifall gab es auch für das furiose Finale, bei dem beide Ensembles unter Beweis stellten, dass sie auch sehr gut miteinander können – Whitney Houstons „One moment in time“ beeindruckte durch das tiefe Gefühl, mit dem es vorgetragen wurde, und bei Deep Purples „Smoke on the water“ ließ man es ordentlich krachen.

Es war einfach wunderschön, mitzuerleben, wie sich die jungen Leute für die gute Sache ins Zeug legten (übrigens auch die Technik-AG des Hölderlin-Gymnasiums, die die Kapellen ins rechte Licht rückte). Mögen manche auch über „die Jugend von heute“ grummeln, so ist doch auch eins klar: Auf diese Jugend können die Vereine wahrlich stolz sein!

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