Licht der Hoffnung

Hoffnung für Kenias Kinder

„The Nest“ möchte Heimat bieten und Perspektiven vermitteln

Dr. Bettina Eschler von der Polarlys-Stiftung untersucht ein Baby im Kinderheim The Nest in Kenia. Foto: privbat

(jg) Für die Armen ist das Leben in Afrika schon schwer genug. Tag für Tag geht es darum, genug zu essen und zu trinken zu bekommen und nicht krank zu werden. Denn die medizinische Versorgung lässt sich mit dem Gesundheitssystem in der reichen Bundesrepublik auch nicht annähernd vergleichen. Und gerade die Kinder gehören zu den buchstäblich Leid Tragenden. Vor allem, wenn sie aus den unterschiedlichsten Gründen auf die Eltern verzichten müssen. Für sie hat die in Nürtingen ansässige Polarlys-Stiftung das Kinderheim „The Nest“ in Limuru, einer kleinen Stadt in der Nähe der Metropole Nairobi, gegründet.

Dr. Bettina Eschler, die Vorsitzende von Polarlys, fährt immer wieder dorthin, um sich selbst um die Kinder zu kümmern. Deren Väter sind oft nicht mehr zu finden – sei es, weil sie sich aus dem Staub gemacht haben oder weil sie an Aids gestorben sind. Und die Mütter sitzen im Gefängnis. Denn in Kenia kann man schon wegen geringer Gesetzesüberschreitungen in Haft geraten – zum Beispiel, weil man ohne Erlaubnis die Früchte aus dem eigenen Garten verkauft hat, um den Lebensunterhalt für sich und die Kinder zu finanzieren.

Hier setzt die Arbeit von „The Nest“ an. Bettina Eschler dazu: „Die alleingelassenen Kinder werden ins Kinderheim geholt, wo sie medizinische Betreuung, Essen und Schulbildung bekommen. Unsere Sozialarbeiterinnen betreuen die Mütter auch während ihrer Haft und halten den Kontakt zu den Kindern. Nach ihrer Haft können die Mütter übergangsweise im Halfway-Haus aufgenommen werden. Dort wird geholfen, den Müttern langfristig eine Existenzgrundlage aufzubauen, um sie vor einem Leben auf der Straße zu bewahren.“

Dieses Konzept möchte „Licht der Hoffnung“ unterstützen.

Spenden-Stichwort: Kenia

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