Licht der Hoffnung

Aus dem Dunkel der Seele

Der Sozialpsychiatrische Dienst in Nürtingen bemüht sich um Hilfe

Es gibt einen Weg aus dem Dunkel. Foto: jh

(jg) Es kann völlig aus dem Nichts kommen, einen total unvorbereitet treffen: Wenn die Seele ins Dunkel fällt, dann helfen die bestgemeinten Ratschläge erst mal nichts. Wer in einer Depression verharrt, der kapselt sich erst mal ab, ist nur noch schwer zu erreichen. Wertvolle Arbeit leistet hier der Sozialpsychiatrische Dienst in Nürtingen, der in der Stuttgarter Straße 2/1 angesiedelt ist.

„Wir unterstützen Menschen mit ausgeprägter chronischer Erkrankung darin, besser mit ihren durch die Krankheit hervorgerufenen Einschränkungen zurechtzukommen, würdevoll an der Gesellschaft teilzuhaben und ein hoffnungsvolles Lebenskonzept zu entwickeln“, erzählt Alexander Biro, der Leiter der Einrichtung am Neckarufer.

Da spielt dann zum Beispiel das ambulante betreute Wohnen eine große Rolle. Hier können die seelisch kranken Menschen lernen, wieder soziale Bindungen zu knüpfen und auch ein neues Lebenskonzept zu entwickeln, das eine Perspektive jenseits der Düsternis verheißt. Da spielen dann auch gemeinsame Freizeiten eine große Rolle, in denen der Einzelne wieder neue Kräfte entdecken vermag, weil er die Distanz zum Alltagstrott und dem, was ihn sonst tagtäglich belastet spürt.

Dann können auch Schritt um Schritt die starken emotionalen Ausgrenzungen abgebaut und das subjektive Gefühl des Ausgegrenzt-Seins überwunden werden. Das große Ziel umreißt Alexander Biro so: „Die Menschen, die wir betreuen, sollen verschüttete Fähigkeiten wieder aufdecken, sich zunehmend wieder als wichtigen Teil der Gemeinde sehen und am gesellschaftlichen Leben ungehindert teilhaben können. Neben der Krankheitsbewältigung wünschen wir den von uns unterstützten Menschen auch ein erfülltes Leben, Zufriedenheit und möglichst viel Normalität.“

Spenden-Stichwort: Seele

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