Rita Amer, Aichtal-Aich. Zum Artikel „BaFöG-Erhöhung steht auf der Kippe“ vom 2. Juni.
Wieder einmal führen Politik und Medien eine Scheindebatte und lenken vom Wesentlichen ab: vom Klimawandel, von der Aufrüstung sowie von den Kriegen in Palästina, im Libanon, im Iran, in der Ukraine, in Russland, im Sudan und im Kongo.
Für die geneigten Leserinnen und Leser sowie die Medienschaffenden hier einige Zahlen zur Einordnung: In Deutschland gibt es knapp drei Millionen Studierende. Davon beziehen lediglich rund 610.000 überhaupt BAföG, da die übrigen keinen Anspruch darauf haben. Von diesen erhalten wiederum nur etwa 15 bis 20 Prozent den Höchstsatz. Wir sprechen also von rund 120.000 Studierenden, die durch eine Anpassung des BAföG an das Niveau der Grundsicherung sowie eine Erhöhung der Wohnkostenpauschale insgesamt 148 Euro pro Monat mehr zur Verfügung hätten.
Insgesamt würde dies für den Bund Mehrausgaben von rund 18 Millionen Euro pro Monat bedeuten. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das etwa 216 Millionen Euro. Sollte uns die Ausbildung unserer jungen Menschen das nicht wert sein?
Zum Vergleich: Diese Summe entspricht ungefähr den Kosten für zehn Leopard-Panzer. Eine solche Einordnung sucht man in der Berichterstattung der Tageszeitung leider vergeblich.
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