Leserbriefe

Wir kämpfen gegen die neue Flugroute!

Uwe Schulze, NT-Zizishausen. Zum Leserbrief „Schwitzen oder Fluglärm ertragen“ vom 3. September.

Der Schreiberin gebe ich vollkommen recht. Mich ärgert vor allem die Aussage von den Oberbürgermeistern von Ostfildern, Altbach und Deizisau: „Wir verstehen nicht, warum die Bürger gegen einen Probebetrieb der neuen Fluglinie sind und wünschen uns mehr Solidarität!“ Wir haben hier eine Eigentumswohnung und uns war von vornherein klar, dass man nachts von der A 8 ein Grundrauschen hört. Auch war uns bewusst, dass sich in 15 Meter Entfernung der Verkehr der Durchgangsstraße L 1250 zwischen Nürtingen und Oberboihingen an uns vorbeischlängelt.

Seit der neuen Umgehungsstraße in Oberboihingen hat der Verkehr immens zugenommen. Dass diese neue Strecke nachts als Rennpiste benützt wird, davon wollen wir jetzt mal gar nicht reden. Zusätzlich verläuft noch in 200 Metern Luftlinie die Bahnstrecke. Wir haben diese Lärmbelästigung (vor allem im Winter, wenn die Bäume Richtung Straße und Bahnlinie kahl sind) akzeptiert und wohnen jetzt nunmehr 33 Jahre dort. Nun kommt die neue Flugroute. Engerer Kreis und steilerer Abflugwinkel. Das hört sich in letzter Zeit an, als ob die Flieger gleich in unser Haus stürzen.

Selbst sonntagmorgens geht es um 6 Uhr schon im Fünf-Minuten-Takt los. Zusammenfassend haben wir mit voller Absicht und dem Wissen, was auf uns zukommt, damals die Wohnung gekauft. Und genauso haben die Käufer rund um den Flughafen gewusst, was an Lärm auf sie zukommt. Sie sind auch mit voller Absicht in diese Gegend gezogen! Sich jetzt zu beklagen wäre das Gleiche, als wenn ich ins Allgäu ziehe und mich über Kuhglocken beschwere!

Jetzt aber zu sagen: Gleichverteilung des Lärms? Das werden wir so nicht akzeptieren! Wir werden mit allen anderen Gegnern gemeinsam gegen die neue Flugroute kämpfen. Darauf können sich alle verlassen!

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