Ragini Wahl, Nürtingen.
Wie jedes Jahr seit 2021 gab es am 25. November im Kultur-, Sport- und Sozialausschuss Einblicke in die Extremismusprävention und Demokratieförderung der Stadt. Letzteres diesmal sehr umfangreich im Gegensatz zu den Vorjahren. Nicht so jedoch bei der konkreten Extremismusprävention zu den beiden Moscheevereinen. Die Ausführungen dazu wirkten mit vier Spiegelstrichen geradezu wortarm. Es könne anlassbezogene Gespräche geben, so einer der vier Punkte. Den Anlass dazu entscheide das Fachamt. Das erste und letzte anlassbezogene Gespräch gab es in diesem Sinne 2021. Und seither? Die kritischen Nachfragen dazu blieben eher verhalten, lediglich eine Gemeinderätin wurde deutlicher. Sich konkret Nachfragen zu diesem Unterpunkt vorzubereiten, wäre durchaus möglich gewesen. So zum Beispiel: Was geschieht dort in der Kinder- und Jugendarbeit? (Seit 2021 unbeantwortet). Wie wirken sich die dortigen politischen Ideologien im Schulalltag aus? Wie die Missachtung von Kurden, Aleviten und Armeniern/Christen bei den Grauen Wölfen? Das verpflichtende Kopftuch bei Milli Görüs, deren Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum – und ihr jeweils völlig gegensätzliches antidemokratisches Gesellschaftsmodell zu unserem? Wie wirkt all dies längst in unseren städtischen Alltag hinein? Ross und Reiter zu benennen, diese Chance hätte es am 25. November im Ausschuss für die Fraktionsdelegierten gegeben – doch dazu braucht es auch eine entsprechende Vorbereitung und politischen Mut.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...