Oberboihingen

Verzerrung der Tatsachen

Elke Lindner, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Dauerhafter Ausnahmezustand“ vom 21. Oktober.

Als Deutscher sich zum Richter über Israel aufzuspielen finde ich völlig deplatziert. Ich möchte dem Verfasser des Leserbriefes sehr ans Herz legen, sich mit der Geschichte Israels und wem das Land Israel aufgrund der göttlichen Zusage der Bibel gehört auseinanderzusetzen. Israel die Friedfertigkeit abzusprechen ist eine Verzerrung der Tatsachen. Ich erinnere an 2005, als Israel für „Land für Frieden“ seine Siedlungen im Gazastreifen geräumt hat und dafür von den Palästinensern nicht den vereinbarten Frieden, sprich die Waffenruhe erhalten hat, sondern weiterhin Beschuss von eben dort. Übrigens aus Raketenabschussbasen, die inmitten von Wohngebieten, Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen eingerichtet wurden – die Zivilbevölkerung wird als lebende Schutzschilde missbraucht.

Der Schlusssatz im Leserbrief, dass Israel eine merkwürdige Fürsorge betreibe, Konflikte zu erhalten und sich ihrer zu bedienen, ist ebenso eine Verzerrung der Tatsachen; vielmehr bedienen sich die Palästinenser auch hier einer himmelschreienden Vorgehensweise: Gelder – auch von Deutschland – werden nicht ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt, sondern für die militärische Infrastruktur, für ein komfortables Leben der Führungselite verwendet, derweil das Volk darbt. Dass Israel seit Jahren Wasser, Strom, Grundnahrungsmittel in den Gazastreifen liefert, sei hier nebenbei erwähnt.

Über weitere Fakten der Realität – entgegen den Informationen bestimmter Medien – kann sich der interessierte Leser auf entsprechenden Internetseiten wie zum Beispiel der „Jüdischen Allgemeinen“, von „Nachrichten aus Israel“, „Christen an der Seite Israels“ und anderen einlesen. Erschreckend ist, dass in einem Land, wo die „Staatsräson“ im Zusammenhang mit Israel genannt wird, der so überhandnehmende Antisemitismus mit solchem Leserbrief immer noch mehr befeuert wird. Herr, erbarme dich.

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