Gabriele Klink, Nürtingen. Zum Leserbrief „Zahnarzt-Notfalldienst patientenunfreundlich“ vom 24. Januar.
Diesen Leserbrief kann ich nur voll und ganz bestätigen. Ende Dezember plagte mich ein plötzlich sehr schmerzender Backenzahn. Unser Zahnarzt hatte für drei Wochen seine Praxis geschlossen. Der Notfallzahnarzt war in Stuttgart-Mitte. Da ich eine autolose, ältere, sehr gehbehinderte Nürtinger Mitbürgerin bin, stellte sich die Frage: „Wie komme ich zum Bahnhof und dann weiter nach Stuttgart?“. Wie schwierig dies sein kann, schildert ja dieser Leserbrief genau. Für mich wäre dies nicht nur eine umständliche, sondern auch sehr teure Taxifahrt geworden.
In meiner Not rief ich alle für mich erreichbaren Zahnärzte in Nürtingen an. Diese hatten selbst geschlossen oder behandelten keine Notfallpatienten und verwiesen mich kurz und bündig nach Stuttgart. Die letzte mögliche Telefonnummer war Zahnarzt Dr. Fuchs im Nürtinger Stadtzentrum. Freundlich, hilfsbereit und sehr verständnisvoll hörte man mein Anliegen an und eine halbe Stunde später durfte ich sehr erleichtert auf dem Patientenstuhl Platz nehmen. Eine vereiterte Wurzelbehandlung fand ihren Behandlungsbeginn.
Und es gibt sie doch noch: Hilfsbereite, kompetente und Patienten-freundliche medizinische Hilfe und Begleitung im Ausnahmefall und diese für den schmerzgeplagten Patienten unkompliziert erreichbar. Dem ganzen Praxisteam ein herzliches Dankeschön für die Hilfsbereitschaft, das Entgegenkommen und die erfolgreichen Behandlungen.
Dabei steht aber die dringende Frage im Raum: Der Hausarzt hat in Nürtingen zum Glück ein sehr patientenfreundliches Netz an erreichbaren Vertretungskollegen. Warum greift dies nicht auch, in einer immer älter werdenden Gesellschaft, für Zahnärzte?
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