Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Baerbocks übles Foulspiel“ vom 24. Januar.
Waffenlieferungen an die Ukraine sind eine mediumdirekte Herausforderung an den Kreml, weshalb sie mit allen an der Ukraine-Hilfe Beteiligten zwingend abgestimmt werden müssen. Daraus sich ergebende Reaktionen Russlands sind und dürfen aus taktischen und Sicherheitsgründen nur Reaktionen gegen die gebündelte Verteidigungsgemeinschaft sein. Es kann also nicht genug überlegt und ausschließlich einträchtig gehandelt werden. Politiker und Presse, die dem Kanzler eine Politik des Zauderns vorwerfen, sind also nichts als offene oder verdeckte Werber in eigener Sache – ohne Rücksicht auf die mögliche Tragweite, wenn anders als geübt, entschieden würde. Hier sind die Kräfte spürbar, die als Erste verurteilen, wenn etwas schiefläuft oder in einer Eskalationsherausforderung ihr Kalkül befriedigt sehen.
Aus den Weltkriegen haben wir die nahe Erkenntnis, dass der Feind zuerst in der Mitte der Gesellschaft zu finden ist – letztlich in aufgeputschten Generationen. Es schrieb Ingeborg Bachmann treffend: „Der Krieg beginnt inmitten des Friedens.“ Dass der vielseitig unklug herausgeforderte, eskalierte und nun zwingend begleitete Freiheits- und Selbstbestimmungsdrang der Ukraine den Angriff russischer Anachronisten nach sich zog, ist in mangelhafter Betrachtung der Vorgeschichte, also spätestens der Krim-Einnahme, Putins Statements und so weiter, eine Präventivunfähigkeitserklärung der heutigen Alliierten. Russland die Kriegsverantwortung allein zuzuweisen, ist also unbegründet.
Leserbriefe | 23.09.2026 - 05:00
Die Gewinner der Spritpreispolitik
Olaf Dukatz, Neuffen. Zum Artikel „Frei: Autofahrer von Oktober an entlasten“ vom 17. September.
Das Kabinett denkt in Bezug auf die Überteuerung der Spritpreise darüber nach, die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent zu senken. Für wie dumm ...
Leserbriefe | 23.09.2026 - 05:00
Schüler müssen sich wohlfühlen
Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „,Glück‘ ab der ersten Schulklasse“ vom 17. September.
Das Wort „Glück“ hat eine schillernde Gestalt. In seiner tieferen Bedeutung ist es ein Gefühl von Wohlbefinden, innerer Zufriedenheit und Lebenssinn. ...