Andrea König, Nürtingen. Zum Artikel „Fahrplan für östliche Bahnstadt“ vom 16. Juli. Prinzipielle Frage: Warum Neubau einer Trasse mit mehreren Schlenkern für den Durchgangsverkehr in Verlängerung der Plochinger Straße, wenn eine solche westlich der Bahnlinie bereits vorhanden ist, zudem mit einer geringeren Anzahl von Anwohnern als im Wohnquartier „Östliche Bahnstadt“? Die westlich geplante Flaniermeile eines autofreien Bahnhofsvorplatzes ist in meinen Augen ein ziemlich „protziges“ Vorhaben, das die Attraktivität von Nürtingen kaum steigern dürfte.
Soll das nur für Gäste einer Gartenschau realisiert werden? Mit der Bahn fahren ohnehin nur Pendler und unverbesserliche Ökofreaks, die ihre Fahrkarten online buchen können. Die Mehrheit der Bewohner Nürtingens zieht – als Einwohner des Automobillandes Baden-Württemberg – das eigene Auto vor. SUVs sind doch viel bequemer als die Bahn, zumal es auf ein bisschen mehr CO2 auch nicht mehr ankommt – zumindest, wenn man die politischen Entscheidungen der letzten Jahre verfolgt.
Die geplante Fußgängerbrücke stellt nicht nur für Personen mit eingeschränkter Mobilität ein viel größeres Hindernis dar als die fast ebenerdige Unterführung mit Bahnsteigzugang. Man denke nur an Glatteis im Winter! Soll dieser Bahnsteigzugang von dieser Brücke aus erfolgen oder weiterhin unter Benützung der bisherigen Bahnunterführung, die dann direkt von der Durchgangsstraße abginge? Die geplante Brücke müssten auch Radfahrer – größtenteils Schüler – benützen, wenn die Saubachunterführung zum verbreiterten Bachlauf umgestaltet würde. Welche Breite bräuchte sie dann, damit Radfahrer die Fußgänger nicht gefährden – Gegenverkehr eingeschlossen?
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Rückhalt für Entscheidungsträger
Franziska Reuß, Nürtingen.
Mit Verwunderung stelle ich immer wieder fest, dass die Kritik am Projekt Stadtbalkon nach über drei Jahren nicht abebbt. Die Möglichkeit, politische Entscheidungen zu kritisieren, ist glücklicherweise Grundpfeiler unserer ...
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Keine sinnvolle Forderung
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Zitat des Tages von Jan van Aken vom 5. März.
Die Linke kann solche Forderungen stellen, weil sie hoffentlich nie in Regierungsverantwortung kommt. Leider gibt es immer ein paar Leute, die glauben, wenn die ...