Uli Kirchner, Nürtingen. Noch kann man die Misteln in den Bäumen unserer Streuobstwiesen gut erkennen. Wir erleben sichtbar, wie eine Pandemie unsere wertvollen Streuobstwiesen befällt. Die Ähnlichkeit der Misteln mit dem Coronavirus ist erstaunlich. Darunter gibt es auch die sogenannten Superspreader. Sehr stark befallene Bäume, deren Besitzer sich unverantwortlich gegenüber den Wiesenbesitzern verhalten, die ihre wertvollen alten Baumbestände erhalten und schützen wollen.
Denn von diesen Superspreadern geht ein erhebliches Infektionspotenzial und Zerstörungspotenzial aus. Dagegen anzukämpfen ist nicht einfach, wenn die eigenen Bäume frei von Misteln bleiben sollen. Innerhalb eines Jahres vermehrt sich die Anzahl der Misteln um das zehn- bis zwanzigfache. Wir befinden uns mitten im exponentiellen Wachstum. Echte Naturdenkmäler und Baumbiotope sind vor unserer Haustür höchst gefährdet. Die Zeit der Aufklärung ist längst vorbei. Es muss ganz schnell gehandelt werden. Das Wissen ist vorhanden. Dennoch gelingt es uns nicht, unser Verhalten im Sinne der Streuobstwiesengemeinschaft zu ändern. Eigentum verpflichtet. Wann fordert unsere Stadt das ein?
Leserbriefe | 28.03.2026 - 05:00
Märchenstunde aus Berlin
Joachim Braun, Nürtingen. Zum Artikel „Bundesregierung will KI-Ausbau vorantreiben“ vom 19. März.
„Mit was denn?“ – das war mein erster Gedanke beim Frühstück, als ich in der Zeitung von den KI-Plänen der Bundesregierung las. Digitalminister ...
Leserbriefe | 28.03.2026 - 05:00
Gute Aussage von Steinmeier
Helmut Hartmann, Nürtingen. Zum Artikel „Steinmeier hält Iran-Krieg für völkerrechtswidrig“ vom 25. März.
Endlich mal eine klare Aussage vom Bundespräsidenten gegen den Iran-Krieg. Und dann sagt der CDU-Fraktionschef Spahn, dass der Präsident dies ...