Leserbriefe

Kassen am Limit

Josef Forkl, Aichtal-Aich. Zum Artikel „Ehepartner sollen sich künftig einzeln versichern“ vom 15. April.

Unter dieser leider nur leicht rötlich gefärbten, beinahe tiefschwarzen Regierung wird unser Sozialstaat immer mehr ausgehöhlt. Dass wir unser Gesundheitssystem reformieren müssen, steht außer Frage. Aber wie wäre es, wenn man, anstatt uns und die Ukraine bis an die Zähne zu rüsten, die Beiträge des Bundes an die KVs für die große Zahl an Geflüchteten den tatsächlichen Kosten anpasst? Die läppischen 100 Euro KV-Beitrag pro Geflüchtetem reißen ein Loch von 12 Milliarden Euro in die Kassen der KV (von insgesamt 15 Milliarden Defizit im kommenden Jahr).

Wie wäre es, wenn man endlich auch alle Beamten in die Gesetzliche aufnehmen würde? Wie wäre es, wenn man Tabletten, wie in vielen anderen Ländern üblich, nach Bedarf und einzeln abgäbe, anstatt ganze Packungen, wovon der Löwenanteil im überfüllten Medizinschrank abläuft und letztendlich irgendwann im Mülleimer landet? Da hätten die KVs plötzlich wieder ein Plus, von dem dann sinnvolle Prävention, wie „Bewegung am Arbeitsplatz“ und Yoga bezahlt werden könnten.

Ich weiß nicht genau, was die 66 Vorschläge beinhalten. Meine wären jedenfalls bürgernah.

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