Arabella Unger, Frickenhausen. „Die Situation ist bedrohlich“ vom 12. Februar. Nun sollen also die Jäger eine Situation ausbaden, die Verbraucher, Politik und Landwirtschaft verursacht haben, nämlich wegen der Schweinepest Wildschweine abzuschießen: zur „Lösung“ eines Problems, das laut Sven Herzog, Dozent für Wild- und Jagdökologie (TU Dresden) „hausgemacht“ ist.
Nachlässigkeit im Umgang mit Wurstwaren, Nichtkontrolle der täglichen Müllanfälle an den Autobahnraststätten, einerseits. Zum anderen eine Landwirtschaft, die durch ihre Monokulturen die Wildschweine noch anlockt, und Subventionen dafür kassiert, um in fragwürdiger Tierhaltung, nicht selten als Massentierhaltung, Schweine für den Fleischexport aufzieht.
Und nun fordert der Bauernverband eine Abschussrate für Wildschweine bis zu 70 Prozent des Bestandes, etwas, das gegen jegliche Nachhaltigkeit von Tierbeständen spricht. Es ist nur zu hoffen, dass die Jäger nicht die Befürchtung des Dichters Christian Wagner, dessen 100. Todestag wir dieses Jahr begehen, wahr machen, nämlich „alles, was vor ihre Büchse kommt“, niederknallen.
Leserbriefe | 23.09.2026 - 05:00
Die Gewinner der Spritpreispolitik
Olaf Dukatz, Neuffen. Zum Artikel „Frei: Autofahrer von Oktober an entlasten“ vom 17. September.
Das Kabinett denkt in Bezug auf die Überteuerung der Spritpreise darüber nach, die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent zu senken. Für wie dumm ...
Leserbriefe | 23.09.2026 - 05:00
Schüler müssen sich wohlfühlen
Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „,Glück‘ ab der ersten Schulklasse“ vom 17. September.
Das Wort „Glück“ hat eine schillernde Gestalt. In seiner tieferen Bedeutung ist es ein Gefühl von Wohlbefinden, innerer Zufriedenheit und Lebenssinn. ...