Christa Evermann, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Vollbremsung in Aichtal“ vom 30. Januar.
In Aichtal gibt es eine Festhalle, Sporthallen, Fußballplätze, Jugendhaus, Versammlungsräume und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings hat Neuenhaus von diesen Annehmlichkeiten fast keine im Ort. Aber in Neuenhaus steht das Hallenbad. Seit 50 Jahren ziehe ich dort meine Bahnen. Mein Körper dankt es mir. Im Herbst 2025 wurde noch ein Bademeister eingestellt. Im November waren erweiterte Öffnungszeiten im Gespräch, im Dezember die Nachricht, das Hallenbad soll aus Kostengründen geschlossen werden. In den letzten Jahren habe ich die Investitionen der Stadt mit Verwunderung verfolgt.
Die Schule Grötzingen zum Beispiel, früher eine große Grund- und Hauptschule, jetzt Grundschule. Dann wurde der neue Weiherbach-Campus beschlossen. Im großen Schulhaus müssen doch leere Räume sein. Ich dachte nur, unsere Stadt muss viel Geld haben. Danach die Sanierung des Rathauses. Erfreulich ist, dass der Zugang nun behindertengerecht ist. Muss die Renovierung aber Millionen Euro verschlingen? Wie gut, dass der Stadtrat das jetzt erkannt hat. Im Hallenbad sind jede Woche allein 350 Schulkinder zum Schwimmunterricht. Schwimmen können ist lebensrettend. Keine andere Sportart hat diese Bedeutung.
Die DLRG bildet Menschen zu Lebensrettern aus. Jung und Alt können sich gemeinsam fit halten. Und kürzlich waren es wieder viele Eltern mit ihren Kindern. Welche andere Sportart bietet das? Und warum sind so viele bei der Wassergymnastik? Weil es ihrer Gesundheit einfach guttut! Soll dieses Bad wirklich geopfert werden? Das wäre ein unwiederbringlicher Verlust, der durch nichts ersetzt werden kann. Ich hoffe einfach, dass das Hallenbad den Generationen nach mir erhalten bleibt. Auf Dauer gelingen kann das aber nur, wenn Stadtverwaltung und Stadtrat bei anderen geplanten Investitionen immer auch die Kosten für das Hallenbad im Blick behalten. Das scheint mir in den letzten Jahren nicht der Fall gewesen zu sein.
Leserbriefe | 13.07.2026 - 05:00
Ein Land als Selbstbedienungsladen?
Ansgar Lottermann, Wendlingen. Zum Leserbrief „Gedanken in der Notaufnahme“ vom 1. Juli.
In dem Leserbrief ist ein kleiner, aber nicht unbedeutender Fehler enthalten: Die im Land neu geschaffenen 60 Stellen gehen nicht auf das Konto von CDU und SPD, ...
Leserbriefe | 13.07.2026 - 05:00
Turnhalle statt großen alten Bäumen?
Hans-Martin Waldner, NT-Neckarhausen.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren kürzlich beim Weizenbierfest Gäste des Musikvereins Neckarhausen auf der Baumwiese neben der Beutwanghalle. Im Schatten der Bäume konnte unsere Dorfgemeinschaft bei ...