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Brustverkleinerung: Medizinische Hilfe an Nürtinger Klinik für mehr Lebensqualität

Wie eine operative Verkleinerung bei übergroßen Brüsten körperliche und seelische Beschwerden lindern kann, erklärt Chefärztin Theodora Wahler von der Medius-Klinik Nürtingen.

Die Klinik für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Medius-Klinik Nürtingen unter der Leitung von Professorin Dr. Theodora Wahler bietet Patientinnen eine operative Brustverkleinerung mit vorheriger medizinisch fundierter Beratung. Foto: pm

NÜRTINGEN. Für viele Frauen ist eine große Brust nicht nur eine Frage des Aussehens, sondern ein echtes körperliches und seelisches Problem. Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen, chronische Verspannungen und Haltungsschäden gehören zu den häufigsten Beschwerden bei einer sogenannten Makromastie – einer übergroßen Brust. Die Klinik für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Medius-Klinik Nürtingen unter der Leitung von Professorin Dr. Theodora Wahler bietet Patientinnen eine medizinisch fundierte Beratung und operative Lösung. Oft ist die Brustverkleinerung medizinisch indiziert und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Mehr als ein ästhetisches Thema

Während Brustoperationen oft mit kosmetischen Wünschen assoziiert werden, steht bei einer Verkleinerung häufig die Funktionalität im Vordergrund. „Viele Frauen kommen zu uns, weil sie seit Jahren unter Rücken- und Nackenschmerzen leiden, keine passende Kleidung finden oder Sport kaum mehr möglich ist“, berichtet die Chefärztin. „In solchen Fällen ist die Operation nicht rein ästhetisch, sondern ein medizinisch sinnvoller Eingriff mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.“

Der Weg zur Operation

Im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs wird zunächst abgeklärt, ob eine medizinische Indikation vorliegt. „Wir messen dabei unter anderem Brustvolumen, Körpergröße, Gewicht und dokumentieren die körperlichen Beschwerden im Rahmen der Anamnese“, erklärt die Medizinerin. Für eine mögliche Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, etwa:

  • Ein zu entfernendes Brustgewebe von in der Regel mehr als 500 Gramm pro Seite
  • Chronische Beschwerden trotz konservativer Behandlungsversuche
  • Gegebenenfalls Hautirritation durch Feuchtkammerbildung in den Unterbrustfalten

„Wir unterstützen unsere Patientinnen von der Antragsstellung mit ärztlichen Gutachten und Fotografien bis zur Nachsorge“, so Professorin Wahler.

Ablauf und Ergebnis der Operation

Die Brustverkleinerung (medizinisch: Mammareduktionsplastik) erfolgt in der Regel stationär unter Vollnarkose. Dabei wird überschüssiges Brustdrüsengewebe sowie Haut entfernt und die Brust angehoben und neu geformt. Auch eine Verkleinerung und Versetzung der Brustwarze ist Teil des Eingriffs.

Die Operation dauert etwa zwei bis drei Stunden, der Klinikaufenthalt beträgt in der Regel wenige Tage. Nach dem Eingriff sollten Patientinnen für etwa sechs Wochen einen Kompressions-BH tragen und körperliche Schonung einhalten.

„Die meisten Frauen berichten schon wenige Wochen nach dem Eingriff von einer deutlichen Erleichterung – körperlich wie seelisch“, sagt Wahler. „Gerade die Kombination aus Schmerzfreiheit, besserer Beweglichkeit und neuem Körpergefühl macht diesen Eingriff so nachhaltig.“

Neue Freiheit mit gesundem Maß

Die Entscheidung für eine Brustverkleinerung ist individuell – doch für viele Frauen ist sie ein Wendepunkt. An der Medius-Klinik Nürtingen wird nicht nur medizinische Fachkompetenz geboten, sondern auch eine empathische Begleitung vor, während und nach der Operation.

„Unser Ziel ist es, jeder Patientin zu helfen, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln – und das bedeutet oft auch, sich von einer jahrelangen Last zu befreien“, so Professorin Wahler abschließend.

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