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Volksbank Mittlerer Neckar: Die WM 2026 – Was unterscheidet die Gastgeber wirtschaftlich?

Erstmals teilen sich drei Länder die Ausrichtung einer Fußballwelt-meisterschaft. Die Gastgeber Kanada, Mexiko und die USA sind auch wirtschaftlich eng verknüpft, allen voran durch das Freihandelsabkommen USMCA. Ein Blick auf besondere Merkmale der drei Volkswirtschaften.

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Kanada in diesem Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 2,51 Billionen US-Dollar. Damit würde der zweitgrößte Flächenstaat der Welt nur knapp hinter den deutlich bevölkerungsreicheren Staaten Russland und Brasilien rangieren.

Das Wirtschaftswachstum Kanadas lag 2025 bei soliden 1,7 Prozent, und auch der Ausblick für die kommenden Jahre verspricht ähnlich hohe Wachstumsraten. Ein traditioneller Treiber der Volkswirtschaft ist der Bergbau des rohstoffreichen Landes. Entsprechend rangieren Erdöl und andere Rohstoffe unter den Top 5 der Ausfuhrgüter, zu denen auch Nahrungsmittel, chemische Erzeugnisse und Autos sowie Kfz-Teile zählen.

Größter Handelspartner sind mit weitem Abstand die USA, in die 72,5 Prozent aller Warenexporte gehen. Seine Vorkommen an kritischen Mineralien und seltenen Erden dürften Kanada künftig zu einem strategisch noch bedeutenderen Handelspartner werden lassen, etwa für Europa. Mexiko ist die größte spanischsprachige Volkswirtschaft der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2026 laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds bei 2,12 Billionen US-Dollar liegen.

Nach einem schwächeren Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr soll es in diesem Jahr wieder auf 1,6 Prozent ansteigen. Über ein Viertel des BIP entfällt auf Industrie und Bergbau, wobei Unternehmen aus der Automobilbranche sowie der Elektronik- und Elektrotechnikindustrie für mehr als die Hälfte aller Exporte zuständig sind. Der Löwenanteil von 81,9 Prozent aller Ausfuhren geht in die USA. Mexiko profitiert maßgeblich vom „Nearshoring“, also der Verlagerung von Produktionsprozessen in die Nähe des US-amerikanischen Konsumentenmarktes.

Ein Effekt: Das Land ist der größte Exporteur von Flachbildschirmen. Die Vereinigten Staaten von Amerika bleiben die größte Volkswirtschaft der Welt – mit großem Abstand. Der Internationale Währungsfonds geht für 2026 von einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 32,38 Billionen US-Dollar aus. Das wäre mehr als die Wirtschaftsleistung der nachfolgenden Länder China, Deutschland und Japan zusammen. Das Wirtschaftswachstum dürfte weiterhin bei knapp über zwei Prozent liegen. Die USA zeichnen sich durch eine große Bandbreite an Branchen aus, die ihren Anteil zum BIP leisten.

Analysten prognostizieren jedoch, dass die Hälfte des BIP-Wachstums 2026 auf Investitionen in künstliche Intelligenz zurückgehen könnte – ein Indiz für die zunehmende Relevanz der Tech-Konzerne für die US-Wirtschaft. Bei den Warenexporten entfällt ein Viertel auf chemische Erzeugnisse und Elektronik. Die meisten Ausfuhren gehen zu jeweils 15 Prozent nach Kanada und Mexiko. Dennoch bleibt das US-Außenhandelsdefizit hoch, das Präsident Donald Trump durch seine Strafzölle in den Griff bekommen will. 2025 betrug es über 1,3 Billionen US-Dollar und damit mehr als 2024.

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Quelle: Union Investment

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