DETTINGEN. Einer ganzen Reihe von Strafanzeigen sieht ein 19-Jähriger entgegen, der am Sonntagabend auf der B 465 zwischen Dettingen und Owen einen schadensträchtigen Verkehrsunfall verursacht hat. Nach Polizeiangaben war der Heranwachsende gegen 21.40 Uhr einer Streifenwagenbesatzung in der Dettinger Straße in Kirchheim aufgefallen, da er mit seinem Volvo V40 mit ungültigen Kennzeichen unterwegs war. Nachdem der Fahrer die Anhaltesignale ignoriert hatte, setzte sich der Streifenwagen vor den Volvo um ihn in Schlepptau zu nehmen. An der Abzweigung nach Dettingen bog der Wagen plötzlich nach rechts in Richtung Owen ab. Dabei beschleunigte der Fahrer und schaltete die Fahrzeugbeleuchtung aus, wonach ihn die Streifenwagenbesatzung aus den Augen verlor und die Verfolgung abbrach.
Wie sich wenig später herausstellte, verursachte der Fahrer in der Folge einen Verkehrsunfall, weil der Wagen offenbar immer noch unbeleuchtet auf halber Strecke zwischen Dettingen und Owen auf die Gegenfahrbahn gekommen war. Dabei kam es zur Frontalkollision mit einem entgegenkommenden Opel Adam, dessen 32 Jahre alter Fahrer keine Chance hatte, in der Dunkelheit den auf seiner Spur entgegenkommenden Volvo zu erkennen und zu reagieren. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn abgewiesen, wobei der Volvo erst rund einhundert Meter nach der Kollision im Acker zum Stehen kam. Der 19-Jährige ergriff zu Fuß die Flucht in Richtung Dettingen. Seine drei Mitfahrer im Alter von 16, 20 und 21 Jahren, die nach derzeitigen Erkenntnissen leicht verletzt wurden, ließ er im Fahrzeug zurück. Alle drei und der ebenfalls leichtverletzte Opel-Fahrer wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.
Der 19-jährige Fahrer wurde im Verlauf einer Fahndung in Owen vorläufig festgenommen. Nachdem sich bei ihm Hinweise auf die Beeinflussung durch Rauschmittel ergaben und auch entsprechende Substanzen bei ihm gefunden wurden, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Einen Führerschein besaß er nicht. Da die Eigentumsverhältnisse für das nicht zugelassene und nicht versicherte Fahrzeug noch ungeklärt sind, wurde der Wagen beschlagnahmt. Der Heranwachsende wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Er wurde nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt und wollte selbstständig einen Arzt aufsuchen. Beide Autos, die nur noch Schrottwert besitzen dürften, wurden abgeschleppt. Die Sachschäden an den Autos werden auf insgesamt rund 30.000 Euro geschätzt. Zur Beseitigung der Fahrzeugtrümmer und der ausgelaufenen Betriebsstoffe war die Straßenmeisterei mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Die Fahrbahn musste bis etwa 1.45 Uhr gesperrt werden.
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