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Editorial

Editorial: Thanks, Merci, Gracias, Takk, Tudah, A Jaraama

24.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

EWir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihre Weihnachtsgrüße aus der ganzen weiten Welt

Wirklich gezweifelt, ob wir unsere „Weihnachtsgrüße aus aller Welt“ in diesem Jahr machen sollen oder nicht, haben wir zu keinem Zeitpunkt. Nachdem letztes Jahr – im ersten Jahr mit Corona – zwar nicht besonders viele, aber doch einige Menschen sich zum Mitmachen bereit erklärt hatten, war für uns klar: Im Jahr zwei mit Corona wird das nicht schlechter sein

Und doch war es so, dass wir Anfang November kurz überlegt haben, womit wir die Seiten füllen würden, sollte es so schleppend weitergehen. Aber nach und nach wurden aus der gerade mal eine Handvoll Teilnehmenden doch zwei Hände voll. Und als auch Hand drei und vier voll waren, legte sich die Nervosität wieder.

Tatsächlich ging sogar eine Zuschrift mehr ein als im vergangenen Jahr. Es sind einfach noch immer sehr wenige Traveller, Studierende und ehrenamtlich Tätige unterwegs. Zu viele Länder haben ihre Grenzen noch geschlossen, zu viele Restriktionen machen das Reisen beschwerlich und natürlich grassiert auch weiterhin dieses Virus, dessen Namen wir heute nicht noch mal nennen wollen.

Darum bedanken wir uns umso herzlicher bei den 24, die sich aufgerafft haben, uns zu schreiben, uns an ihrem Leben in der Fremde teilhaben zu lassen und uns wieder einmal mit – zum Teil traumhaften – Bildern zu versorgen.

Wir bedanken uns aber nicht nur bei den Schreibern, sondern unser Dank geht selbstverständlich auch an diejenigen, die den Kontakt hergestellt haben. Vielen Dank dafür!

Nur dank dieser Unterstützung können wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hier nun die 17. Auflage unserer traditionellen Weihnachtsbeilage präsentieren. Immer pünktlich am Heiligen Abend laden wir Sie ein, den einen oder anderen Gruß aus der Ferne zu lesen und sich damit eine kurze Auszeit zu nehmen – mag sie auch mit Fernweh behaftet sein.

So natürlich auch dieses Jahr: Auf 28 Seiten berichten 24 Einzelpersonen, Freundespaare oder auch Familien von ihrem Leben im Ausland. Manche sind nur wenige Wochen fern der Heimat, andere seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten – wie beispielsweise Ruth Bloethe. Die ehemalige Nürtingerin lebt seit rund siebzig Jahren in den USA! Für diese Verbundenheit mit der alten Heimat bedanken wir uns ganz besonders und schicken einen Gruß über den Atlantik.

Die USA sind auch in der 17. Ausgabe unserer Beilage das Land, aus dem die meisten Berichte stammen. Damit hat es sich aber auch schon mit den Übereinstimmungen zu den Vorjahren: Noch nie hatten wir keinen einzigen Gruß aus Australien und Neuseeland – ja selbst letztes Jahr erreichte uns eine E-Mail aus Australien.

Einen neuen Schwerpunkt legen – wen wundert’s – die europäischen Staaten mit Spanien, Großbritannien, Österreich und Norwegen.

Fairerweise müssen wir aber sagen, dass doch rund zwei Drittel der Berichte aus Nicht-Europa zu uns kamen. Darunter fanden sich sogar neue Länder mit Guinea in Westafrika, Curaçao und den wunderschönen Inseln, die zu Französisch-Polynesien zählen.

Da die Verfasserin dieses Berichts mit dem Segelboot rund um die Welt reist, war es letztendlich schwierig zu sagen, welchem Land der Bericht nun so ganz genau und schlussendlich zuzuordnen ist. Dass Französisch-Polynesien, wo sie wohl gerade ankert, dann (leider) zu Frankreich gehört, ärgert wohl nur den Statistiker.

Und noch ein Hinweis, bevor ein findiger Leser schreibt, dass auch Curaçao gar kein eigenständiges Land ist: Da waren wir einfach mal großzügig. Denn obwohl Curaçao Teil des Königreichs der Niederlande ist, gehört es weder zur Europäischen Union noch zum Schengen-Gebiet, sondern ist eine der drei ABC-Inseln und als solche Teil der karibischen Inseln unter dem Winde, also der südlichen Kleinen Antillen, die geologisch zur Südamerikanischen Kontinentalplatte gehören.

Witzigerweise hatte letztes Jahr in unserem Editorial gestanden, dass wir die Inselwelt des Pazifiks und der Karibik als Reiseziele empfehlen würden, da wir dort noch sehr viele weiße (Gruß-)Flecken haben. Nun sind es nicht mehr ganz so viele.

Alle Jahre wieder legen wir Ihnen schon heute ans Herz, an uns beziehungsweise unsere Weihnachtsgrüße aus aller Welt zu denken, sollten Sie selbst unterwegs sein oder jemanden kennen, der dabei ist, die Welt zu entdecken. Wir freuen uns schon jetzt auf die E-Mails, die uns hoffentlich nächstes Jahr erreichen!

Als Reiseziele für 2022 empfehlen wir Bosnien, Bangladesch, Barbados und Benin. Aber selbstverständlich darf es auch eines der rund 110 anderen Länder sein, aus denen uns noch nie ein Gruß erreicht hat.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir viel Vergnügen mit den vielfältigen Berichten aus Europa, Nord- und Südamerika, aus Afrika und Asien oder Ozeanien. Nehmen Sie sich etwas Zeit für diese Lektüre und gehen Sie – zumindest in Gedanken – auf Reisen zu all den wunderbaren Orten, von denen hier zu lesen ist und an die wir vielleicht nächstes Jahr wieder unbeschwerter fahren dürfen.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Fest, geruhsame Feiertage, einen guten Rutsch und ein gesundes 2022.

Ihre
Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung

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