Weihnachtsgrüße

Deutsche Schokolade hilft bei Zoff

23.12.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jennifer Mandjik ist Au-pair in Australien und hat das Glück, mit ihrer Gastfamilie direkt am Meer zu wohnen

Die zwei Jungs betreut Jennifer Mandjik in Melbourne. Bei Geschwisterstreit holt sie deutsche Schokolade aus dem Koffer: Das hilft, den Streit zu beenden.

Am 5. September ging es für mich los: Die große Reise nach Australien, zu einer vierköpfigen Familie in einem Vorort Melbournes als Au-pair. Nach über 22 Stunden Flug kam ich schließlich am anderen Ende der Welt an. Alles war plötzlich sehr ungewohnt für mich: Autofahren auf der anderen Straßenseite, mein Schlafrhythmus wurde völlig aus dem Takt gebracht und dazu das Wetter mit spätwinterlichen Temperaturen und das im September.

Nach ein paar Tagen hatte ich mich aber bereits eingewöhnt und das Autofahren ist leichter als gedacht. Bei meiner Gastfamilie wurde ich sofort sehr gut aufgenommen und fühle mich pudelwohl. Meine Tagesaufgabe besteht darin, den großen Jungen morgens in die Schule zu fahren und mittags wieder abzuholen. Ich habe das große Glück, direkt am Strand zu wohnen, was den Schulweg an der Straße am Meer entlang jeden Tag zu etwas Besonderem macht.

In der Zwischenzeit bin ich zu Hause mit dem kleinen Jungen, der erst im Februar in eine Vorschule eingeschult wird. Wir beschäftigen uns mit Legobauen, Bildermalen und bei gutem Wetter mit klettern, Rutschen und Schaukeln auf dem Spielplatz. Die Eltern unterstütze ich außerdem als Hilfe im Haushalt, wie putzen und Wäsche machen, beim Kochen und Kinder ins Bett bringen, falls die Eltern länger im Geschäft bleiben müssen.

Wie in jeder Familie gibt es unter den Geschwistern auch mal Zoff, was sich aber mit deutscher Schokolade ganz schnell regeln lässt. Davon habe ich glücklicherweise genug mitgebracht und meine Gastkinder lieben sie über alles!

An den Wochenenden habe ich frei. Diese Zeit verbringe ich meistens mit einem anderen deutschen Au-pair-Mädchen, das ich hier in Melbourne kennengelernt habe. Gemeinsam erkunden wir die Gegend rund um die zweitgrößte Stadt Australiens. Wir besuchen Wochenmärkte in St. Kilda, die berühmten Bathing Boxes am Brighton Beach, Konzerte in Melbourne und Weingüter und Weinberge im bekannten Yarra Valley. Ebenso traditionelle Feste, wie den Melbourne Cup, das größte Pferderennen in der Gegend, lassen wir uns hier nicht entgehen.

Bei sommerlichen 26˚ Grad strömten Tausende Leute, schick bekleidet mit Kopfschmuck wie Hut oder Fascinator nach Melbourne, und wetteten auf ihr Favoritenpferd.

Wochenendtrips nach Sydney sind hier ein Klacks mit dem Flieger. Somit ist es kein Problem, bereits Anfang Dezember nach nicht einmal zwei Stunden Flug am Bondi Beach zu liegen und warme Grüße an die Familie und Freunde zu Hause zu schicken. Durch Whatsapp und Skype ist es zum Glück kein Problem, ständig in Kontakt zu bleiben und sich über die neusten Informationen auszutauschen. Somit hält sich auch das Heimweh in Grenzen.

Der Gedanke daran, Weihnachten am Strand zu verbringen, ist immer noch eigenartig, aber aufregend. Ich bin gespannt, wie anders die weihnachtlichen Traditionen hier sind. Weihnachtsmarkt und Glühwein bleiben dieses Jahr leider aus, aber ein paar Gutsle werde ich mit meinen Gastkindern trotzdem backen!

Ich wünsche meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten frohe und besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Sonnige Weihnachtsgrüße!

Jennifer Mandjik

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