Nürtingen

Mit Pauken und Tröten gegen die geplante Wörth-Bebauung

29.02.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit „Schall und Rauch – ein Holzweg in fünf Stationen“ war eine Demonstration des Forums Wörth am gestrigen Dienstag überschrieben. Pünktlich zum Beginn der Gemeinderatssitzung um 18 Uhr hatten sich etwa 60 Demonstranten vor dem Rathaus versammelt, um ihren Unmut über die bisherige Planung der Wörth-Bebauung kundzutun. Mit Pfeifen und Rätschen, Vuvuzelas und Tamburinen machten sie einen solchen Lärm, dass er den Gemeinderäten drinnen im Sitzungssaal kaum entgangen sein dürfte. Am Lammbrunnen wurde die erste von drei Kasperletheater-Szenen von Klaus Nägele und Anke Kurz aufgeführt. Sie sollten in satirischer Art erzählen, was das Forum Wörth in den vergangenen Monaten mit der Stadt erlebt hat. Ein Oberbürgermeister, dargestellt von der Räuber-Handpuppe, zählt seine Stimmen und berichtet seinem „Erwin“, dass er schon Monate vor dem Runden Tisch seinem Planer gesagt habe, wie groß er die Bauten am Wörth zu zeichnen habe. In einer zweiten Szene vor der „Weinstube am Schlossberg“ begegnet der OB einer „Frau Grien“ und nennt ihr Regeln der Nürtinger Bürgerbeteiligung: immer recht freundlich sein und die Leute nachdenken lassen; was nicht passt, wandert in den Müll und am Ende weiß die Stadtverwaltung ohnehin, was am besten ist. Am Steinachdreieck hatte der äußerst devot begrüßte „Herr Backofen“ seinen Auftritt. Zu seiner Zeit habe er Bürger, Verwaltung und Gemeinderat noch im Griff gehabt. Nichts sei lästiger als Bürger, die auch zwischen den Wahlen mitreden wollten. Die Szenen wurden mit viel Applaus bedacht. Der Abend klang bei Lagerfeuer, Glühwein, Punsch und Roter Wurst auf dem Wörth-Areal aus. bg/Foto: jh

Wörth-Areal