Senioren-Redaktion

Mitbestimmung erfordert gründliche Information

02.07.2022 05:30, Von Peter Reinhardt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bisweilen, nicht ganz selten, haben die Menschen das Gefühl, bei für sie wichtigen Entscheidungen nicht genug gefragt – beteiligt – zu werden. Und das stimmt natürlich auch. Meckern ist so einfach – ändert man damit etwas? Und ist der Anspruch des Einzelnen, bei allen für ihn wichtigen Fragen beteiligt zu werden, in einer Massengesellschaft überhaupt möglich?

Der Gedanke der umfassenden Mitbestimmung der Bürger kommt natürlich aus der Grundidee der Demokratie: die Betroffenen sollten das für sie Wichtige mitbestimmen können – ein schöner, hoher, hehrer Grundsatz. Aber Deutschland hat bekanntlich über 83 Millionen Einwohner, und die haben sehr viele unterschiedliche Interessen, Vorstellungen und Informationen.

Aber schalten wir mal den Kopf ein: Es werden in einem modernen Staat ziemlich sicher an jedem einzelnen Tag viele Tausend Entscheidungen getroffen, die mal die, mal die treffen. Schon ein jeder Gemeinderat hat erlebt, wie schwer es ist, alle 14 Tage an die acht oder mehr Fälle sinnvoll zu entscheiden. Und er erlebt, wie die Bürger sich nur selten interessieren – außer, wenn ihre eigene Sache zur Entscheidung ansteht.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 35% des Artikels.

Es fehlen 65%



Serien