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Hangrutsche der Johannes-Wagner-Schule in Nürtingen eingeweiht

04.05.2022, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Licht der Hoffnung: In der Johannes-Wagner-Schule wurde gestern Vormittag die neue Hangrutsche eingeweiht.

Die Erzieherinnen und Schulkindergartenkinder haben die neue Hangrutsche gleich in Beschlag genommen.  Foto: Holzwarth
Die Erzieherinnen und Schulkindergartenkinder haben die neue Hangrutsche gleich in Beschlag genommen. Foto: Holzwarth

NÜRTINGEN. „Wir machen eine Schlange, o wie schön, wollen wir zusammen zur Rutsche gehen“, mit diesem Gesang sind die Kindergartenkinder der Nürtinger Johannes-Wagner-Schule am gestrigen Dienstagvormittag Hand in Hand mit ihren Erzieherinnen durch den Garten der Einrichtung gezogen. Denn nach längerer Wartezeit konnte endlich die neue Hangrutsche eingeweiht werden. Mit dem Projekt sei es wie beim Rutschen selbst gewesen. „Es braucht lange, bis man oben ist und am Schluss geht’s ganz schnell“, sagte Schulleiter Friedrich Erdmann-Barocka.

Im Jahr 2018 hatte im Bereich des Schulkindergartens der Staatlichen Schule für hörgeschädigte und sprachbehinderte Kinder und Jugendliche an der Neuffener Straße die Hangrutsche abgebaut und der Hang gesperrt werden müssen. Die Erdmasse war nicht mehr stabil und kam ins Rutschen.

Die Planungen des Amtes für Vermögen und Bau für eine zeitnahe Neugestaltung des Lieblingsplatzes für die Kinder im Schulkindergarten stockten jedoch über viele Monate. Das Engagement einiger Eltern und die finanzielle Unterstützung durch die Spendenaktion „Licht der Hoffnung“ der Nürtinger/Wendlinger Zeitung brachten jedoch neuen Schwung in das Projekt. Nachdem 13 000 Euro über die Spendeneingänge der Aktion „Licht der Hoffnung“ eingegangen waren, hat das Amt für Vermögen und Bau nun die verbleibenden Gelder zu den Gesamtkosten von rund 50 000 Euro getragen.

Dabei inbegriffen sind auch die neuen Grünanlagen sowie die neue hölzerne Treppe und der neue Kletteraufgang mit Seilen. „Ohne Licht der Hoffnung wäre es nicht vorangegangen“, glaubt Friedrich Erdmann-Barocka.

Die Kinder haben sich riesig darüber gefreut, dass der Bauzaun verschwunden ist, nahmen die Rutsche gleich in Beschlag und waren fortan nicht mehr zu bremsen.

Da neben den 40 Kindern im Schulkindergarten weitere 150 Schüler von der ersten bis zur zehnten Klassenstufe die 175 Jahre alte Johannes-Wagner-Schule besuchen, hofft Erdmann-Barocka, dass bald auch noch für die Grundschüler zusätzliche neue Spielgeräte aufgebaut werden können.

In der 32. Saison von „Licht der Hoffnung“ werden wieder mehrere soziale Projekte finanziell unterstützt. Dafür läuft bereits die Bewerbungsfrist. Wer im nächsten Winter bedacht werden möchte, sollte eine Kurzbeschreibung seines Anliegens (nicht mehr als eineinhalb DIN-A4-Seiten) unter Nennung eines groben Finanzbedarfs per Brief (nicht per E-Mail) schicken an: Nürtinger Zeitung, Licht der Hoffnung, Carl-Benz-Straße 1, 72622 Nürtingen. Bewerbungsschluss ist Mitte Juni.

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