FRICKENHAUSEN. Die Gemeinde will ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten und damit an der Energiewende mitarbeiten. Ein wichtiger Baustein ist für Bürgermeister Simon Blessing bei dieser Mammutaufgabe der verstärkte Ausbau von Fotovoltaikanlagen in Frickenhausen, Linsenhofen und Tischardt. Hier wurden in den vergangenen Monaten kostenfreie Beratungstermine der Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen angeboten. Die Beratungstermine waren sehr gefragt, die Aktion ist aber beendet.
Die Gemeindeverwaltung will die weitere PV-Beratung vorantreiben, und schlägt daher eine Beratung durch das Freiburger Start-up-Unternehmen Solar-Hub vor. Dessen Geschäftsführer David Wolf stellte das geplante Beratungskonzept vor. Für das Jahr 2023 will die Gemeinde 40 kostenfreie Online-Beratungen finanzieren. Dafür möchte die Verwaltung 4000 Euro in den Haushaltsplan einstellen.
Wolf präsentierte der Versammlung sein Beratungskonzept, das auch eine Vor-Ort-Veranstaltung mit lokalen Handwerkern beinhaltet. Der Beratungsschwerpunkt liege auf den Bestandsgebäuden, von denen in Frickenhausen aktuell nur 286 mit PV-Anlagen ausgestattet seien.
Die Gemeinderäte stellten in der 30-minütigen Diskussion viele kritische Fragen zum vorgeschlagenen Projekt. Auf Kritik stieß vor allem, dass die Beratungen online und nicht direkt beim Interessenten gemacht werden sollen. „Wir brauchen für das Klimaschutzprojekt Unterstützung und sollten mit den Beratungen ein Signal setzen“, plädierte Bürgermeister Blessing fürs vorgeschlagene Projekt. Als er aber merkte, dass seine Gemeinderäte vom Beschlussvorschlag, die Kosten jeder Beratung mit 100 Euro zu übernehmen, nicht angetan waren, lenkte er ein. Er schlug die Änderung der Beschlussfassung vor. Es soll eine Vor-Ort-Veranstaltung mit lokalen Handwerkern geben. Bei einer Beratung der Bürger durch Solar-Hub übernimmt die Gemeinde 50 Prozent des Honorars von 100 Euro. Die Gemeinderäte stimmten dem neuen Beschlussvorschlag einstimmig zu.