Nürtingen
Beratung für Alleinerziehende in Nürtingen
Für das Angebot im Haus der Familie bewilligte der Gemeinderatsausschuss weiterhin die Finanzierung der Personalkosten.
NÜRTINGEN. Seit einem Jahr wird im Haus der Familie (HdF) in Nürtingen eine Beratung für Alleinerziehende angeboten. Der Frauen-Rat Nürtingen hatte sich dafür eingesetzt, der Gemeinderat bewilligte dafür Personalkosten für ein Probejahr. Bürgermeisterin Annette Bürkner und das städtische Amt für Bildung, Soziales und Familie bewerten die Arbeit als positiv und plädierten für eine Fortführung der Finanzierung mit Kosten von 6000 Euro jährlich. Dem stimmte der Kultur-, Schul- und Sozialausschuss einhellig zu.
HdF-Leiterin Tina Masarin erläuterte die Bilanz des ersten Jahres. Auf der Basis eines 520-Euro-Jobs hat Tatiana Morelle bisher 28 Beratungen vorgenommen, wobei eine Beratung in der Regel mehrere Termine umfasst. Nach telefonischen Erstkontakten fanden die allermeisten Beratungen in Präsenz statt, beraten wurden 26 Frauen und zwei Männer.
Die häufigsten Fragen waren finanzielle Themen wie zu Unterhaltszahlungen, zur Beistandschaft, zu Entlastungen durch Vergünstigungen und zu Förderungen, aber auch zum Umgangsrecht. Wichtig seien auch psychologische Erstberatungen durch die dafür geschulte Mitarbeiterin gewesen, die bei weiterem Bedarf an geeignete Fachstellen weitervermittle. Auch praktische Hilfen im Alltag haben man vermittelt.
Ergänzende Angebote im Haus der Familie
Die Verankerung im Haus der Familie habe sich als hilfreich erwiesen, Tina Masarin betont: „Mit unseren Angeboten wie einer Vermittlung von Babysittern, Leihgroßeltern, Kursen, offenen Treffs, der Beratung zu Elterngeld und Mutterschutz ergeben sich Synergieeffekte.“ Bei den Alleinerziehenden komme das Angebot gut an, hätten viele von ihnen doch keine Familienangehörigen in der Nähe, beziehungsweise keine zuverlässige Unterstützung durch diese.
In Zukunft sei eine erhöhte Zahl von Beratungen zu erwarten und möglich, habe Tatiana Morelle in der Anfangsphase doch erst noch Strukturen und Kontakte aufbauen und das Angebot bekannt machen müssen. So habe sich ein gutes Netzwerk an Kooperationspartnern ergeben. Bärbel Kehl-Maurer (SPD), Gemeinderätin und Mitglied im Frauen-Rat, hob die Lotsenfunktion der Beratungsstelle hervor.