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Warum wehren sich die Amateur-Vereine nicht?

04.05.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Zu den vom DFB beschlossenen Fußball-Bundesliga-Spielen am Sonntagnachmittag.

Es wundert mich schwer, dass sich bei den WFV-Vereinen keine beziehungsweise nur vereinzelte leise Stimmen gegen die neuen Anstoßzeiten in der Bundesliga erheben. Während in Nordrhein-Westfalen sogar über einen Spieltagboykott nachgedacht wurde und jetzt ein Protestbrief an DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher überreicht wurde, scheint hierzulande niemand so recht zu begreifen, was die Anstoßzeit 15.30 Uhr an Sonntagen bedeuten wird. Ziehen nur zehn Fans an jedem Spieltag einem Besuch des Amateurspiels das Fernsehen vor, so fehlen alleine hier zirka 500 Euro in der Kasse. Viel Geld für einen Kreis- oder Bezirksligaverein, so meine ich.

Aber auch noch eine andere Sache ärgert mich als ehemaligen Vereinsfunktionär seit Jahren. Schafft es heutzutage ein in einem kleinen Verein ausgebildeter Jugendspieler bis zu einem Profivertrag, so wird der Amateurverein mit einer geradezu lächerlichen und dazu noch freiwilligen Ausbildungsentschädigung abgespeist. Würde es einem Bundesligaklub wehtun, wenn etwa ein Mindestbetrag von 10 000 Euro einem Dorfverein hierfür zukommen würde? Ich glaube nicht, werden doch zum Beispiel von Bayern München gerade für die vorzeitige Entlassung eines ganzen Trainerstabes etwa zehn Millionen Euro in die Isar geworfen. Was könnte ein Amateurverein nicht für eine tolle Nachwuchsarbeit mit einer angemessenen Entschädigung leisten!


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