Neuffen
Polizeihubschrauber über der Burg Hohenneuffen: Was war denn da los?
Die Polizei hatte am späten Mittwochabend einen Einsatz. Ein abgestürzter Gleitschirmflieger war gemeldet worden.
NEUFFEN. Der Hubschrauber ist am Mittwochabend weit hin zu sehen gewesen. Mit eingeschaltetem Suchscheinwerfer stand er von 22.15 Uhr blinkend eine ziemliche lange Zeit oberhalb der Burg Hoheneuffen in der Luft. Auch unterhalb des Hubschraubers war eine Stelle hell erleuchtet. Was war der Grund für den nächtlichen Einsatz? „Wir hatten die Meldung bekommen, dass ein Gleitschirmflieger abgestürzt sei“, sagt Polizeisprecher Christian Wörner vom zuständigen Polizeipräsidium in Reutlingen auf Nachfrage. Diesen hatte man auch später angetroffen. Er sei aber wohlbehalten gelandet gewesen und hätte den Beamten gesagt, dass ihm nichts fehle. Viel Lärm und Licht um nichts, aber das dürfte in diesem Fall im Interesse aller gewesen sein.
Update 12 Uhr, offizielle Polizeimeldung:
Eine Mitteilung über einen mutmaßlich verunglückten Gleitschirmflieger hat am Mittwochabend am Wilhelmsfels / Startbahn Nord zu umfangreichen Suchmaßnahmen der Rettungskräfte geführt. Laut Polizei gegen 21.15 Uhr alarmierte ein Anrufer die Einsatzleitstellen, weil er nahe der Gleitschirmrampe einen blau-weißen Gleitschirm in den Bäumen hängen sehen hatte. Diese Beobachtung wurde auch von einem Passanten bestätigt. Suchmaßnahmen von Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei, zu der wegen des schwierigen Geländes auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer eingesetzt worden war, verliefen ergebnislos. Hinweise auf eine verunglückte Person konnten nicht gefunden werden. Im Einsatz waren die Feuerwehr mit 16 Feuerwehrleuten, die Bergwacht mit acht Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit drei Sanitätern und einem Notarzt, sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen und dem Polizeihubschrauber.