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Unmut über Fahrverbote

03.03.2018 00:00, Von Melanie Braun — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Branchenverbände im Kreis Esslingen fordern Ausnahmen und abgespeckte Versionen

Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts am Dienstag ist der Weg für Diesel-Fahrverbote frei. Das sorgt auch im Kreis Esslingen für Unruhe, insbesondere bei den Unternehmen. Zwar ist unklar, ob überhaupt eine Kommune im Landkreis Diesel aussperren wird – aber selbst wenn nur im benachbarten Stuttgart ein solches Verbot in Kraft treten würde, hätte das nach Ansicht von Fachleuten enorme Auswirkungen auf Firmen im Kreis.

Christoph Nold, Geschäftsführer der Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen der Industrie- und Handelskammer (IHK), geht davon aus, dass Unternehmen im Landkreis ganz direkt und massiv von Fahrverboten in der Landeshauptstadt betroffen wären. Schließlich sei Stuttgart ein Knotenpunkt für den Großteil der Waren und Dienstleistungen in der Region. Deshalb setze sich die IHK für Ausnahmeregelungen für besonders Betroffene ein, falls es zu Fahrverboten kommen sollte, betont Nold. Denn für ein kleines Unternehmen könne es durchaus existenzbedrohend sein, wenn es seine Fahrzeuge schnell durch neue Modelle ersetzen müsse. Mit einer großen Pleitewelle ist laut Nold in der Branche aber nicht zu rechnen.


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