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Zum Tod von Dr. Tietz

29.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(rh) Nach langer schwerer Krankheit ist der Esslinger Schriftsteller Dr. Gerold Tietz am Freitag im Alter von 67 Jahren gestorben. Der promovierte Historiker lebte in Esslingen und unterrichtete bis zum Jahr 2004 am Wendlinger Robert-Bosch-Gymnasium. Geboren wurde Gerold Tietz 1941 in Horka in Tschechien. Von dort wurde seine Familie 1945 vertrieben. Seine „böhmischen Dörfer“ aber ließen ihn nicht los. Flucht und Vertreibung, vor allem aber das friedliche Zusammenleben zwischen Juden, Tschechen und Deutschen hat er immer wieder in seinen Romanen thematisiert. Gerold Tietz ging es nicht um Polarisierung, er wollte die gemeinsamen Wurzeln von Tschechen und Deutschen sichtbar machen und die Geschichte der Vertreibung kritisch beleuchten. Nicht das Eindeutige, sondern vielmehr Brüche und Widersprüche interessierten den Autor, der von sich selbst sagte: „Zwischen den Stühlen fühle ich mich wohl. Das ist für einen Schreibenden der angemessene Platz.“ Für sein schriftstellerisches Werk wurde Gerold Tietz 2006 mit dem 1. Preis der Künstlergilde Esslingen für Kurzprosa und 2007 mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Literatur ausgezeichnet. 2006 wurde er in die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.


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