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Wendlingen

„Die große Show ist nicht meine Sache“

31.12.2016 00:00, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Interview verrät Bürgermeister Steffen Weigel, welche Aufgaben die Stadt im kommenden Jahr beschäftigen werden

Das alte Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Nur noch wenige Stunden und wir begrüßen ein neues Jahr voller Hoffnungen und neuer Chancen. Was die Stadt Wendlingen sich für 2017 vorgenommen hat, das fragten wir Bürgermeister Steffen Weigel.

Herr Weigel, was war für Sie der emotionalste Moment im zurückliegenden Jahr? Und was das größte Ereignis?

Im Verlauf eines Jahres geschieht so vieles, das einen auch emotional anfasst. Im Guten wie im Schlechten. Große sportliche Erfolge, bei denen zu spüren ist, dass die Menschen oft jahrelang darauf hingearbeitet haben, aber auch im scheinbar Kleinen, ein dankbarer Blick für eine Geste, oder ein ganz persönlicher, berührender Dank, wenn zu fühlen ist, dass wir trotz aller Widersprüche immer noch für viele eine große Gemeinschaft sind. Mich fassen emotionale musikalische Momente an, die berühren mich ganz besonders. Große Ereignisse beeindrucken mich eher weniger, weil sie meistens einhergehen mit einer großen Show, die meine Sache nicht ist.

Ab 1. Juli 2017 bekommt Wendlingen eine Stadtbuslinie. Welche Vorteile sehen Sie darin? Wird damit der Bürgerbus überflüssig?

Der große Vorteil wird sein, dass wir ein Binnensystem erhalten, das mit der SBahn vertaktet ist. Damit ist es Berufspendlern möglich, gänzlich auf den Pkw zu verzichten und zwar bei jedem Wetter. Der Bürgerbus verfolgt schon immer ganz andere Ziele, nämlich die Mobilität insbesondere älterer Menschen zu sichern. Sein Hauptziel ist und bleibt die Innenstadt insbesondere auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten und damit ergänzen sich beide Systeme ideal, auch wenn wir in den Fahrtrouten des Bürgerbusses Anpassungen werden vornehmen müssen, um Dopplungen zu vermeiden.

Weitere Aufgaben und zu wenig Platz sind der Grund für eine notwendige Erweiterung des Rathauses. Von einer Aufstockung des Gebäudes war die Rede.

Das Rathaus beherbergt seit 1959 sämtliche Dienstleistungen der Stadtverwaltung, die seitdem kontinuierlich angewachsen sind. Denken Sie an Veränderungen im Bildungs- und Betreuungswesen, die verstärkte Bautätigkeit, Veränderungen der IT oder aktuell die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Dadurch ist auch der Personalstand in der Stadtverwaltung, wie in anderen Kommunen, stetig angewachsen. Außerdem arbeiten heute mehr Teilzeitkräfte, die sich nicht immer einen Arbeitsplatz teilen können. Zum Teil arbeiten heute drei Personen in Zimmern, die eigentlich nur Platz für zwei Arbeitsplätze bieten.

Bürgermeister Steffen Weigel gibt einen Ausblick auf 2017. Foto: pm
Bürgermeister Steffen Weigel gibt einen Ausblick auf 2017. Foto: pm

Wir haben, außer dem Großen Sitzungssaal, weder Besprechungs- noch Sozialräume, die eigentlich vorgeschrieben sind, und teilweise befinden sich Arbeitsplätze im Keller des Rathauses. Wir platzen also aus allen Nähten. Wir untersuchen mehrere Möglichkeiten, im Moment erscheint uns aber eine Aufstockung des Rathauses für die sinnvollste Variante. Im Laufe des Jahres 2017 werden wir diese Frage intensiv mit dem Gemeinderat diskutieren und dann entscheiden, welchen Weg wir ab 2018 gehen möchten.


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