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Die Entgiftung endete am nächsten Kiosk

12.08.2006 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Amtsgericht in Nürtingen verhandelte einen wohl hoffnungslosen Fall Keine schwere Taten

WENDLINGEN. Wäre der Mann nicht erst 32 Jahre alt gewesen, hätte man meinen können, er habe mit sich und dem Leben abgeschlossen. Nichts interessierte ihn, nichts ging ihm mehr unter die Haut. Wohnsitzlos ließ er sich durch die Tage treiben, ohne familiäre Bindungen, ohne einen Freund, der den Namen verdiente. Nur einmal stellte er eine Frage. Es interessierte ihn, warum sein Fall am Nürtinger Amtsgericht und nicht in einer anderen Stadt verhandelt werde.

Richterin Sabine Lieberei nannte ihm den Grund: Er hatte die Delikte, die ihm vorgeworfen wurden, im Einzugsbereich des Nürtinger Amtsgerichts begangen. Es waren keine schwere Taten, eher Gesetzesübertretungen, die unmittelbar mit seinem Lebenswandel zusammenhingen. So hatte er sich ohne einen Cent in der Tasche gleich Dutzende Male in den Zug oder den Bus gesetzt, wenn er das Bedürfnis nach einem Ortswechsel hatte. Manchmal ging es gut, genauso oft wurde er beim Schwarzfahren ertappt.


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